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Göttingen Letzter Blick vom 32 Meter hohen Aussichtsturm im Göttinger Wald
Die Region Göttingen Letzter Blick vom 32 Meter hohen Aussichtsturm im Göttinger Wald
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21:45 03.09.2009
Grundsteinlegung 1892: der Göttinger Bismarckturm auf dem Kleperberg.
Grundsteinlegung 1892: der Göttinger Bismarckturm auf dem Kleperberg. Quelle: Mischke
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Zum letzten Mal in diesem Jahr ist der Bismarckturm am Sonnabend, 26. September, und Sonntag, 27. September, geöffnet. Der Turm ist bis dahin immer sonnabends, sonn- und feiertags von 11.30 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt zwei Euro, für Kinder einen Euro.

Der Grundstein für das knapp 32 Meter hohe, viergeschossige Bauwerk auf dem Kleperberg wurde am 28. Juni 1892 nach Ansprache von Oberbürgermeister Julius Philipp Georg Merkel von Justizrat Eckels gelegt. Bereits vier Jahre später wurde der Bau nach den Plänen des Baurates Heinrich Gerber abgeschlossen. Rund 44?000 Mark hat der Turm damals gekostet, die durch Stiftungen, Spenden und Eintrittsgeldern aufgebracht wurden.

Fürst Otto gibt grünes Licht

Im Mai 1892 hatte Fürst Otto von Bismarck dem eigens gegründeten Bismarck-Bauverein die Genehmigung gegeben, den Turm nach ihm zu benennen. In der Folgezeit wurde das Bauwerk als Aussichtsturm genutzt. Der Verein löste sich auf einer Generalversammlung am 30. März 1898 auf und beschloss, dass der Turm jährlich am 1. April (Bismarcks Geburtstag) beleuchtet wird. Diese jährliche Beleuchtung soll bis 1915 stattgefunden haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Turm geplündert, die Bismarck-Büste entwendet und ein Teil der Widmungstafeln sowie alle Scheiben wurden zerstört. Der Göttinger Verschönerungs-Verein sanierte ihn von 1952 bis zum Jahre 1953. Die ursprüngliche Bismarck-Büste wurde durch eine andere Bronze-Büste Bismarcks ausgetauscht. 1985 wurde der Bismarckturm erneut saniert.

mib

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