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Göttingen Wird ein Kino aus dem Raum Göttingen „Deutschlands Lieblingskino“?
Die Region Göttingen Wird ein Kino aus dem Raum Göttingen „Deutschlands Lieblingskino“?
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09:25 26.09.2019
Kunst, Kultur, Musik – die meisten Kinos wie das Lumière sind heute mehr als Lichtspielhäuser. Quelle: R
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Göttingen

Die Kino-Branche hat es seit Jahren schwer – ebenso wie Kneipen. Sie leiden unter der digitalen Dezentralisierung der Mediengesellschaft. Immer mehr Menschen amüsieren sich lieber digital – beim Onlinespielen, in sozialen Netzwelten und auf etlichen Streamingkanälen. Lichtspielhäuser hingegen scheinen als Begegnungs-, Erinnerungs- und Sozialisationsorte nur Modernitätsverweigerer zu locken. Die Folge: Viele Traditionshäuser wie das Stern-Kino in Göttingen oder die Schauburg in Duderstadt sind bereits Geschichte.

Symptomatisch für den gesellschaftlichen Wandel ist die Schauburg: Im Saal eines der ältesten Lichtspielhäuser Deutschlands war erst eine Spielelandschaft für Kinder angesiedelt, jetzt sollen dort Seniorenwohnungen entstehen. Um dem Kinosterben entgegenzuwirken und die Bedeutung der Kinos ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, sucht die Film-Plattform Moviepilot in Kooperation mit Medienagenturen jetzt zum dritten Mal „Deutschlands Lieblingskino“. Ob darunter auch ein Lichtspielhaus aus dieser Region sein wird, ist offen. Um die Wahl zu erleichtern, stellen wir die Kinos in und um Göttingen vor.

Neue Schauburg Northeim

Es ist eines der ältesten Lichtspielhäuser in der Region, und in vier Jahren kann die Neue Schauburg in Northeim 100-Jähriges feiern. Trotz mehrerer Renovierungen und „Umzüge“ innerhalb des Hauses der einstigen Gaststätte „Zur Altdeutschen“ hat sie sich ein Stück historisches Ambiente erhalten: Im großen Kinosaal, auf einem Nostalgiebalkon von 1936 (!) und im kleinen „North.Licht-Kino“ sitzen die bis zu 333 Besucher auf französischen Hochpolster-Luxussesseln und/oder auf 150 historischen Kinosesseln.

Neue Schauburg – die Geschichte

Am 27. Januar 1923 eröffnete der Kapellmeister Fritz Krüger im Saal seiner Gaststätte „Zur Altdeutschen“ die Northeimer Lichtspiele mit 165 Plätzen. Die Stummfilme wurden live am Klavier begleitet, bis 1930 die erste Tonfilmapparatur angeschafft wurde. Es werden Filme Wie „Ben-Hur“, „Die Fahrt zum Mond“, „Die Nibelungen“ oder „Amphitryon“ gezeigt. 1936 wird das Kino auf 500 Plätze erweitert und unter dem Namen Schauburg – Film & Bühne wiedereröffnet.

1952 folgt die zweite Renovierung. Inklusive „moderner“ Breitwand-Filmtechnik. In dieser Zeit wird im Foyer auch das „Trumpf“-Kassenhaus eröffnet – und bis heute als solches genutzt. In den folgenden Jahren werden eine Cinemascope-Leinwand (8 Meter breit, 3,50 Meter hoch) und eine Magnettonanlage eingebaut.

Eine Zuschauerbefragung 1953 zeigt, dass 52 Prozent der Besucher Schwarz-Weiß-Filme farbigen Produktionen bevorzugten. Am meisten wurden Dramen heimischer Produktion gewünscht, während das Northeimer Publikum am wenigsten Western und Kulturfilme besucht.

Aber auch Northeim wird in den 1970er-Jahren von der Kinokrise erfasst: Das Capitol-Theater und „Die Kurbel“ (vormals Central) stellen ihren Spielbetrieb einstellen. Einzig die Schauburg überlebte als letztes Kino in Northeim. Im Sommer 1997 wird sie aus ihrem 1950er-Jahre-Dornröschenschlaf geweckt: Mit der Rocky Horror Picture Show, Reis und Wunderkerzen feiert die Alte Schauburg Abschied. Nach der Vorstellung können die Zuschauer das alte Kinogestühl selber ausbauen und mit nach Hause nehmen.

Nach einer Renovierung und Restaurierung wird am 18. September 1997 Wiedereröffnung gefeiert: mit neuem Programmkonzept, viel Kinderkino, Sondervorstellungen, Filmkunst, Klassikkino, Vorpremieren, Früchstücks- oder Brunchkino, Filmnächten und vielen Liveaktionen.

Mehr zur Geschichte der (Neuen) Schauburg
gibt es hier.

Am 21.03.2002 beginnt das „NORTH.LICHT" seinen Spielbetrieb. Dahinter verbirgt sich ein „intimes, elegantes, plüschiges Kino“ im Hause Neue Schauburg. Entstanden ist es in den ehemaligen Räumen der Gaststätte „Zur Altdeutschen“. Der Name soll an die Northeimer Lichtspiele erinnern, wie die Schauburg von 1923 bis 1936 hieß. Das Kino war ungefähr dort, wo heute der Balkon der Neuen Schauburg ist. Seit 2011 sind beide Kinosäle digitalisiert. us/Vereinigte Kino Betriebe GmbH

Neue Schauburg in Northeim: der große Saal. Quelle: R

 

Die Filme hingegen werden digital auf die Leinwand projiziert. Abgesehen vom aktuellen Kinoprogramm organisiert die Neue Schauburg am Markt 10 in Northeim regelmäßig Sondervorführungen und Aktionen. Für ihr besonderes Filmprogramm ist sie nach Angaben des Betreibers bereits mehrfach vom Land und der Bundesregierung ausgezeichnet worden.

Sonderprogramme in der Neuen Schauburg

Regelmäßig organisiert die Neue Schauburg Sonderaktionen. Jeden Dienstag gibt es einen Filmkunsttag, außerdem Premieren mit Schauspielern und Regisseuren, Klassiker- und Themenrunden mit Brunch- und Sekt sowie Sonderveranstaltungen mit externen Partnern. Dazu gehört an diesem Sonntag, 29. Oktober, die „Sternstunden des Lebens“ mit den Gleichstellungsbeauftragten aus Northeim und Nörten-Hardenberg.

Weitere Sonderaktionen in den kommenden Wochen gibt es(auch online) hier:

→ Sonntag, 29. Oktober, die „Sternstunden des Lebens“ mit den Gleichstellungsbeauftragten aus Northeim und Nörten-Hardenberg.

→ Montag, 30. September:Léon-Der Profi-Direchto's Cut – Remastered (20.15 Uhr)

→ Mittwoch, 9. Oktober: LA BOUM - Die Fete - Kultklassiker. → Sonntag, 13. Oktober: 25. Jubiläum - → Mittwoch, 23. Oktober: Der Northeimer Regisseur Timo Hinkelmann und sein Team stellen den Film Malak persönlich vor (20.30 Uhr). → Sonntag, 27. Oktober: Klassikkinobrunch mit Kaffee und Croissants zum Film „Der Schatz im Silbersee“ (11 uhr). → Mittwoch, 30. Oktober: Ladytime mit Sektempfang – Vorpremiere zum neue Film vom Fack-ju-Göhte-Team „Das perfekte Geheimnis“ (20.30 Uhr). → jeden Dienstag, 15.00 Uhr: Kinderkino Extra mit „pädagogisch wertvollen Kinderfilmen. → jeden Dienstag, 20.00 Uhr: Filmkunsttag.

Nostalgie trifft Moderne: Das alte Trumpf-Kassenhaus in der neuen Schauburg ist noch heute in betrieb. Quelle: Peter Heller

Central-Lichtspiele in Herzberg

Historischer Einblick: das Foyer des Herzberger Kinos in vergangenen Zeiten. Quelle: r

Ein „Leuchtturm“ der dortigen Fußgängerzone ist das Herzberger Kino, dessen Tradition bis 1929 zurückreicht. Als „Die Kamera“ gestartet, firmiert es nach wechselnden Namen – darunter „Herzli“ – seit 1981 unter „Central-Lichtspiele“. Viel über die Geschichte des Hauses zu erzählen hat Markus Deckert vom Leitungsteam – vom Bombentreffer 1945 bis zur Vorführungsvakanz ab 1977 „wegen Störung der Tonanlage“. Unter dem Motto „Kinowelt in der Provinz“ wagten vier Göttinger Studenten einen Neustart als Programmkino, dann sicherte der heutige Betreiber Matthias Bick den Betrieb.

Immer wieder wurden die „Central-Lichtspiele“ renoviert, modernisiert und erweitert – dabei der Retro-Charme des alten Kinosaals erhalten und zwei weitere Säle geschaffen, 3-D-Technik und neue digitale Tonformate installiert. Seit 1991, als das „Capitol“ schloss, gab es nur noch ein Kino in Herzberg. In den umliegenden Orten im Harz grassierte nach der Jahrtausendwende das Kinosterben: 2003 schlossen die „Kurlichtspiele“ in Bad Lauterberg, 2004 die „Bahnhofslichtspiele“ in Osterode, 2005 das „Osteroder Lichtspielhaus“, zuletzt das Zentral-Theater in Clausthal-Zellerfeld. Im Herzberger Kino sollen in Kombination mit dem neuen Restaurant künftig noch mehr Events und Themenveranstaltungen zu Filmen und besonderen Veranstaltungen stattfinden, kündigt Deckert an.

Movietown Eichsfeld in Duderstadt

Roy Kleinecke betreibt das Kino in der Duderstädter Feilenfabrik. Quelle: Andreas Tietzek

Auf Besucher-Überwältigung mit modernster Technik setzt Roy Kleinecke, der 2012 im historischen Industrie-Ambiente der alten Duderstädter Feilenfabrik mit dem Kinobetrieb durchgestartet ist. Aus dem „Filmcenter Feilenfabrik“ wurden die „Eichsfelder Kinos“, nach Schließung des Kinos in Worbis dann die „Movietown Eichsfeld“.Die beiden Säle im Obergeschoss der Feilenfabrik hat Kleinecke im vergangenen Jahr noch einmal um drei Säle im Bereich der ehemaligen Gaststätte „Soley“ erweitert, verfügt jetzt über fünf Säle mit mehr als 500 Plätzen auf mehr als 1200 Quadratmetern Fläche – und „350 kostenlose Parkplätze direkt vor der Tür“. Komfortable Ledersessel aus Spanien, 3-D-Filme und Soundsysteme mit 360-Grad-Digital-Technik, Deckenlautsprechern und Subwoofern sorgen „für einen perfekten Raumklang“. Mit Ausnahme von Göttingen sei die Movietown das größte Kino in der Region, sagt Kleinecke: „Auch Mühlhausen und Nordhausen sind kleiner als wir.“ Zum gastronomischen Angebot im Foyer und den Sitzbereichen gehören Cocktails und Longdrinks.

Wer wird Lieblingskino? Das Voting:

Per Onlinevoting zum Lieblingskino

Für die Suche nach dem beliebtesten Lieblingskino kann via Online-Voting kann eines der mehr als 1600 Kinos in Deutschland ausgewählt werden: unter gturl.de/Lieblingskino. Die Top 100 der Publikumsabstimmung können sich dann bewerben. Eine Fachjury wählt aus den Bewerbungen die Top 10 und das Lieblingskino des Jahres aus, das im Umfeld der Münchner Filmwoche gekürt wird. Ein besonderes Augenmerk gilt laut Moviepilot in diesem Jahr Events, die über den Kino-Alltag hinausgehen. Das Online-Voting läuft noch bis zum 10. Oktober, teilt Alina Bauer von der Webmedia-Group mit.

Schiller-Lichtspiele in Hann. Münden

Diskreter Charme, lange Geschichte: die Schiller-Lichtspiele in Hann. Münden. Quelle: Kuno Mahnkopf

In der Hann. Mündener Altstadt verbergen sich die „Schiller-Lichtspiele“ hinter einer historischen Tür und einem Eingangsbereich mit Hinterhofcharme. Der ist über einen langen Gang erreichbar wie einst die Göttinger Disco Tangente – allerdings ohne Schwarzlicht. Im Kinobereich können LED-Scheinwerfer Farbstimmungen erzeugen, auf der Homepage ist ein moderner Saal mit roten Kinosesseln zu sehen. Das Kino dürfte inzwischen das mit der längsten Geschichte in der Region sein. Bereits 1910 zeigte Friedrich Paul Schiller Stummfilme in seinem „Bioskoptheater“ am Markt, zwei Jahre später erfolgte der Umzug an den heutigen Standort an der Langen Straße. Im Laufe der Zeit gab es wechselnde Inhaber, seit 2006 betreibt Ulrich Tolksdorf nach einer kompletten Renovierung das Kino. 2009 digitalisierte er die Schiller-Lichtspiele, 2012 baute er den Balkon zu einem zweiten Kinosaal um, verfügt seitdem über mehr als 250 Plätze. Über Kino-Events hinaus bietet Tolksdorf auch Konzerte und Theaterveranstaltungen an, im Rahmen des „Denkmalkunst-Kunstdenkmal“-Festivals Anfang Oktober zudem Lesungen.

Schauspieler Fred Williamson und Regisseur Nico Sentner haben in den "Schiller-Lichtspielen" ihren Film "Atomic Eden" vorgestellt. Quelle: r

Lumière in Göttingen

Seit fast 40 Jahren gibt in Göttingen das kommunal geförderte Kino Lumière. Getragen wird es vom Verein Film- und Kinoinitiative Göttingen (FKI). Das mehrfach ausgezeichnete Lumière versteht sich als Alternative zum Kommerzkino und zeigt nach eignen Angaben künstlerisch herausragende Filme und Filmreihen. Dazu zählt aktuell der Film „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt.

Lumière: Innenansicht mit Klavier. Quelle: R

Schwerpunkte bilden zudem pädagogisch wertvolle Kinderfilme und europäische Produktionen. Vor diesem Hintergrund organisiert das mehrfach ausgezeichnete Lumière-Team jährlich zwei Filmfestivals. Im Oktober das Kinderfilmfest und im November das „Europäische Filmfestival Göttingen“. Hinzu kommen Diskussionen mit Filmemachern, Vorträge, Ausstellungen, Stummfilmvorführungen mit Livemusik und Theatervorstellungen.

Das etwas andere Kino in Göttingen: das Lumière an der Geismarlandstraße. Quelle: R

Gegründet hat sich die FKI 1980 – damals noch ohne eigenen Kinosaal. Seit 1986 hat sie an der Geismarlandstraße 19 ihren festen Standort – mit Saal, kleiner Bühne und 144 Sitzplätzen. Im Sommer veranstaltet das Lumière zusätzlich ein Open-Air-Kino im Freibad Brauweg, bei dem die Gäste auf Campingstühlen und Decken vor der mobilen Leinwand auf dem Rasen sitzen. Bis zu 55000 Zuschauer jährlich zählt das Lumière in seinem Hauptkino (mit barrierefreiem Zugang), bis zu 11000 im Freibad.

CinemaxX Göttingen

Das Göttinger CinemaxX: Neun Kinosäle unter einem Dach. Quelle: Peter Heller

Es hat die Göttinger Kinolandschaft vor 22 Jahren maßgeblich verändert: Seit Dezember 1996 lockt das CinemaxX am Bahnhof Kinofans in die ehemalige und denkmalgeschützten Lokhalle. Das Großkino gehört zur neuen Generation der Multiplex-Anlagen, bekommt durch seine rustikale Hülle aus der Industrialisierung im Bahnwesen aber ein besonderes Flair. Die Fakten: 1170 Sitzplätze in neun Sälen; ein großer Gastronomie- und Barbereich einschließlich Bar, Loungebereich und M&M‘s-Colorworks-Station; in jedem Saal Sony 4k Projektionen für 3D-Filme. Nach Angaben der CinemaxX Holding GmbH mit Sitz in Hamburg wurde das Göttinger Kino gerade saniert – mit neuem Farbkonzept, erweitertem Servicebereich und „luxuriösen Relax-Sesseln“ in allen Sälen.

Das renovierte Foyer im Göttinger CinemaxX. Quelle: R

Gezeigt werden an erster Stelle die Topfilme unter den Neustarts und in dem Kinocharts. Nach eigenen Angaben will das CinemaxX aber „mehr als Kino“ bieten. Dazu gehörten monatliche Specials, wie eine Ladies Night und einen Männerabend, „handverlesene“ Film mit Weinausschank unter dem Titel „Spotlight“ und eine „Bravo Preview“ mit Teenie-Filmen. Hinzu kommen Veranstaltungen wie regelmäßige Sneak Previews, ein Filmcafé zum Start ins letzte Wochenende eines Monates und eine KlexXi-Sause mit Spiel-, Mal-, Bastel- und Tobeaktionen vor ausgewählten Kinderfilmen. Hinzu kommen Übertragungen klassischer Konzerte aus den großen Häusern der Welt. Im Oktober beginnen die CinemaxX-Kinos zum Beispiel wieder mit Liveübertragungen aus der Metropolitan Opera in New York.

Per Onlinevoting zum Lieblingskino

Für die Suche nach dem beliebtesten Lieblingskino kann via Online-Voting kann eines der mehr als 1600 Kinos in Deutschland ausgewählt werden: unter gturl.de/Lieblingskino. Die Top 100 der Publikumsabstimmung können sich dann bewerben. Eine Fachjury wählt aus den Bewerbungen die Top 10 und das Lieblingskino des Jahres aus, das im Umfeld der Münchner Filmwoche gekürt wird. Ein besonderes Augenmerk gilt laut Moviepilot in diesem Jahr Events, die über den Kino-Alltag hinausgehen. Das Online-Voting läuft noch bis zum 10. Oktober, teilt Alina Bauer von der Webmedia-Group mit.

Livemusik-Spezial im CinemaxX:

Klassik und Oper auf der Leinwand

Zum zwölften Mal holt die Kino-Kette CinemaxX in der Saison 2019/2020 in der Reihe Spezial zehn Konzerte aus einem der bedeutendsten Opernhäuser der Welt in ausgewählte Kinos. Bravouröse Arien, Liebesschwüre und Intrigen, der Opernfan ist hier ganz nah dran an großer Kunst und großen Gefühlen. Denn bis zu zwölf Kameras und Spezialmikrofone machen aus dem Kinosaal ein Opernhaus von Weltrang.

→ Den Auftakt macht am 12. Oktober 2019 Giacomo Puccinis letztes Meisterwerk, Turandot, in der Inszenierung des italienischen Altmeisters Franco Zeffirelli. Christine Goerke singt die eiskalte chinesische Prinzessin Turandot, die alle Liebeswerber ermorden lässt. Eine der berühmtesten Tenorarien ist das „Nessun dorma“ des Kalaf im 3. Akt – Roberto Aronica wird für Gänsehautmomente sorgen.

→ Mit Jules Massenets Manon geht es am 26. Oktober 2019 weiter. Statt ins Kloster führt die Liebe die unwiderstehliche Manon an die Seite des Chevalier Des Grieux. Am Ende der dramatischen Beziehung bezahlt sie mit dem Tod. Der schillernden Figur der Manon verleiht Lisette Oropesa ihre Stimme, den vernarrten Chevalier singt Michael Fabiano, es dirigiert Maurizio Benini.

Die weiteren Termine im Überblick:

→ 9. November, 19 Uhr, Puccini Madama Butterfly (ca. 3:30), gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

→ 23. November, 19 Uhr, Glass Akhanaten (ca. 4:00), gesungen in Englisch und in alten Sprachen (mit deutschen Untertiteln)

→ 11. Januar, 19 Uhr, Berg Wozzeck (ca. 2:00), gesungen in Deutsch (mit deutschen Untertiteln)

→ 1. Februar, 19 Uhr, The Gershwins’ Porgy and Bess (ca. 3:40), gesungen in Englisch (mit deutschen Untertiteln)

→ 29. Februar, 19 Uhr, Händel Agrippina (ca. 4:10), gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

→ 14. März, 19 Uhr, Wagner Der fliegende Holländer (ca. 2:45), gesungen in Deutsch (mit deutschen Untertiteln)

→ 11. April, 19 Uhr, Puccini Tosca (ca. 3:20), gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

→ 9. Mai, 19 Uhr, Donizetti Maria Stuarda (ca. 3:10), gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

Von Kuno Mahnkopf und Ulrich Schubert

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