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Göttingen Living Lab als Ideensammlung für den „Hinterhof“
Die Region Göttingen Living Lab als Ideensammlung für den „Hinterhof“
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20:00 22.11.2017
Der Göttinger Wochenmarktplatz: Das Living Lab sucht Ideen für die Umgestaltung und Nutzung. Quelle: Brakemeier
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Göttingen

Wissenschaftlich begleitet wird das Modellprojekt von Prof. Rainer Schmidt von der Hochschule Anhalt in Bernburg.

Der Wochenmarktplatz hat derzeit den Charme eines „Hinterhofes“. Das meinen nicht nur die Beteiligten am Living Lab – außer JT und KAZ auch Vertreter der Göttinger Kreativwirtschaft. Das meint auch die Stadtverwaltung. Er biete kaum Aufenthaltsqualität, die Zugänge seien wenig attraktiv und in das Fußgängerwegenetz sei er nur schlecht eingebunden. Auch fehlten Flächen, die von JT und KAZ genutzt werden könnten.

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Ziel des Living Labs ist es nun, mit Anwohnern, Stadtverwaltung, Planern, Marktbeschickern, Künstlern und Kreativen ins Gespräch zu kommen und Ideen zu entwickeln, wie der Platz am Otfried-Müller-Haus, der Heimat von JT und KAZ, künftig aussehen kann, erläutert Anne Moldenhauer vom KAZ. Das könne bei der Umgestaltung des Parkhauses und des Pflasters anfangen und bei der Kunst- und Lichtinstallationen oder dem Betrieb einer Außenbühne aufhören.

Geplant ist, die gesammelten Ideen an drei Tagen im Mai auf dem Platz zu präsentieren. Und das nicht nicht nur auf dem Papier, sondern als Installationen, die einem Publikum präsentiert werden sollen. Danach soll entschieden werden, welche Ideen gut sind und welche sich auch tatsächlich umsetzen lassen.

Prof. Reiner Schmidt Quelle: Brakemeier

Schmidt lässt das Göttinger Projekt wissenschaftlich begleiten und in sein Forschungsprojekt „Kreativwirtschaft und Stadtentwicklung“ einfließen. „Das Living Lab soll inszenieren, wie der Platz einmal werden könnte“, sagt er. In seinem Blick ist die Frage, ob sich eine Beteiligung in Form eines Living Labs tatsächlich als Instrument für eine Stadtplanung eignet. „Wir wollen weg von dem Fragebogenquatsch anderer Bürgerbeteiligungen“, sagt Schmidt.

Die Stadtverwaltung begrüßt das Projekt „Living Lab – Otfried‘s Garden“ sehr. Sie arbeite mit JT und KAZ eng zusammen, „um die beiden Prozesse, die mit unterschiedlichen Methoden denselben Zweck verfolgen, bestmöglich miteinander zu verbinden und zeitlich ineinander übergehen zu lassen“, erläutert Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Er rechnet damit, dass die Umgestaltung des Platzes und der Umbau des Otfried-Müller-Hauses 2019 beginnen kann.

Passend dazu stellt die SPD im Rat der Stadt den Antrag, zu prüfen, wo eine innenstadtnahe Fläche für eine Außenspielstätte für die Kultureinrichtungen geschaffen werden kann. „Im Rahmen der anstehenden Sanierungen der Stadthalle sowie des Otfried-Müller-Hauses ist auffällig geworden, dass es aber an einer temporär bespielbaren attraktiven Außenfläche fehlt“, heißt es in dem Antrag. Dieser wird am Donnerstag, 23. November, im Kulturausschuss behandelt. Beginn der Sitzung in der Aula am Wilhelmsplatz ist um 16.30 Uhr.

Von Michael Brakemeier

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