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Göttingen Eine Straftat und 65 Ordnungswidrigkeiten in fünf Stunden
Die Region Göttingen Eine Straftat und 65 Ordnungswidrigkeiten in fünf Stunden
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19:44 14.02.2020
Gegen einen der Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen einer Straftat eingeleitet. Quelle: dpa
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Göttingen

Bei einer gezielten Kontrolle des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs haben Experten der Polizei Göttingen am Donnerstag im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen Kontrollmaßnahmen vorgenommen.

Während der Kontrollen auf dem Parkplatz Leineholz an der A7 wurden nach Angaben der Polizei 51 Fahrzeuge kontrolliert, von denen es bei 36 Beanstandungen gab. Im Zuge der Kontrolle seien 66 Ermittlungsverfahren gegen Fahrzeugführer, Spediteure und Verlader eingeleitet worden. Hierbei handele es sich in 65 Fällen um Ordnungswidrigkeiten und in einem Fall um eine Straftat.

24 Verstöße gegen die Lenk-und Ruhezeiten

An drei Fahrzeugen habe es technische Mängel gegeben, elfmal lag ein Geschwindigkeitsverstoß vor und in 24 Fällen verstießen die Fahrer gegen die vorgeschriebenen Lenk-und Ruhezeiten. Außerdem war in fünf Fällen die Ladung nicht richtig gesichert. Weiterhin stellten die Beamten nach Mitteilung der Polizei je drei Verstöße gegen das Gefahrgutrecht und das Abfallrecht, sowie sechzehn weitere kleinere Verstöße fest.

Das Ermittlungsverfahren wegen einer Straftat sei zustande gekommen, da die Daten des Fahrtenschreibers nicht ordnungsgemäß aufgezeichnet wurden. Hierbei handelte es sich um einen Fahrzeugführer, der mit einem Lkw-Gespann aus Niedersachsen unterwegs war. Er täuschte auf seiner Lenkkarte Ruhezeit anstatt Lenkzeit vor. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall dauern nach Angaben der Beamten noch an.

Von den 51 kontrollierten Fahrzeugen durften nach Mitteilung der Polizei neun nach Kontrollende nicht weiterfahren. Die Kontrollstelle auf der A7 auf dem Parkplatz Leineholz hatte die Polizei für fünf Stunden errichtet. Im Einsatz waren nach Polizeiangaben 14 Polizeibeamte und vier Angehörige des Göttinger Gewerbeaufsichtsamts.

Fahrt wegen defekter Bremsanlage gestoppt

Unter den Fahrzeugen, die nicht weiter fahren durfte, war ein Fahrzeug mit polnischer Zulassung, bei dem die Bremsanlage defekt war. Dadurch drohten nach Polizeiangaben ein erheblicher Luftverlust und das Blockieren der Bremse. Der polnische Unternehmer habe daraufhin die Reparatur vor Ort veranlasst.

Gegen einen bulgarischen Fahrzeugführer, der mit einem tschechischen Sattelzug unterwegs war, lagen zwei Fahndungsnotierungen vor, mit denen er gesucht wurde. Dies stellte sich nach Angaben der Beamten bei der Überprüfung seiner Personalien raus. Nach Abschluss der angeordneten staatsanwaltschaftlichen Maßnahmen konnte er jedoch wieder entlassen werden, teilt die Polizei mit. Der Fahrer eines Fahrzeugs einer niedersächsischen Spedition war mit Überhöhe unterwegs. Anstatt der erlaubten vier Meter brachte sein Fahrzeug es auf 4,17 Meter. Ursache hierfür könnte nach Mitteilung der Beamten die Inkompatibilität der Sattelplattenhöhe mit dem verwendeten Auflieger gewesen sein. Dem Fahrer wurde ebenfalls die Weiterfahrt untersagt. Die Firma werde daher ein geeignetes Zugfahrzeug zum Abstellort des Sattelaufliegers entsenden.

Die Autorin erreichen Sie per Mail an v.woelk@goettinger-tageblatt.de.

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