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Göttingen Lokal schenken mit Göttinger Präsenten
Die Region Göttingen Lokal schenken mit Göttinger Präsenten
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19:15 23.11.2010
Für Brot und Brötchen: Nadine Bömeke, Inhaberin von Schöner Schenken in der Theaterstraße, präsentiert Göttinger Frühstücksbrettchen.
Für Brot und Brötchen: Nadine Bömeke, Inhaberin von Schöner Schenken in der Theaterstraße, präsentiert Göttinger Frühstücksbrettchen. Quelle: Heller
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Thomas und Marion Fabritz stehen in der Göttinger Tourist-Information im Alten Rathaus. Sie schauen sich nach einem Souvenir um. Ein bunter Regenschirm hat es ihnen angetan. Göttinger Gebäude aus der Innenstadt sind als Aquarelle darauf abgebildet.Das Ehepaar stammt aus Göttingen, wohnt aber seit Jahren in Aachen. „Wir kommen immer gerne wieder, Göttingen ist schön“, sagt Thomas Fabritz und schaut dabei auf die weiteren Artikel, die vor ihm im Tresen liegen.

Die Auswahl an Geschenken hier in der Tourist-Information ist groß. Um die 150 Artikel sind im Angebot. Und vor allem die Souvenirs, die neben dem Erinnerungswert noch einen praktischen Nutzen haben, sind begehrt. „Die Schirme gehen sehr gut“, sagt Mitarbeiterin Martina Baumann. Ebenso gefragt sind T-Shirts, Frühstücksbrettchen und Handtücher in verschiedenen Farben. „Die kaufen vor allem ausländische Studenten“, erzählt Baumann.

Nicht nur in der Tourist-Information gibt es Geschenkartikel mit regionalem Bezug. Einige Läden in der Innenstadt haben ausgefallene Geschenkartikel und Souvenirs mit besonderem Lokalkolorit im Sortiment. Eine handbemalte Tasse mit dem Gänseliesel, Georg Christoph Lichtenberg und dem Wilhelmsplatz als Motiv gibt es bei Spielart am Gänseliesel. Hier hat jede Tasse ihre individuelle Note; die Auflage ist auf 500 Stück limitiert.

Auch individuell gestaltet werden die T-Shirts, Tops oder Pullover, die es bei Flockhaus in der Gotmarstraße gibt. Mit diesen Bekleidungsstücken bekundet man ganz offensichtlich seine Liebe zu der Universitätsstadt – steht doch „Good old Gö“ und „I love Göttingen“ auf der Brust der Textilien. Ein Hingucker in dem Geschäft ist ein Strampler für Babys mit dem Aufdruck „made in Good old Gö“.

Aber was macht ein gutes Souvenir aus? „Der regionale Bezug muss eindeutig erkennbar sein, und es muss eine starke Austauschbarkeit vermieden werden“, erklärt Yasemin Boztug, Professorin für Marketing an der Universität Göttingen. „Der Erinnerungscharakter steht dabei klar im Vordergrund.“ Sie unterscheidet deutlich zwischen Souvenirs und lokalen Geschenkartikeln. Mit den Souvenirs würden eher Touristen angesprochen, mit lokalen Geschenkartikeln eher Einheimische. „Regionale Produkte werden mit emotionalen Reizen verknüpft“, sagt Boztug. „Dies spiegelt sich in einer höher empfundenen Qualität wider.“

Regionale Geschenkartikel gibt es eine Menge in der Göttinger Fußgängerzone: Ob Luisenhaller Tiefensalz, Eichsfelder Stracke oder Gänselieselsuppe. Die Göttinger Nobelbohne ist ein weiteres regionales Produkt – auch wenn die Kaffeebohnen aus Peru und Bolivien kommen. Aber alle weiteren Stationen haben regionalen Bezug: Vom Transport über das Design der Tüten bis hin zum Rösten der Bohnen – dies alles wird durch eine Kooperation von Göttinger Unternehmen in oder von der Region aus organisiert und durchgeführt.

Zurück in der Tourist-Information: Thomas und Marion Fabritz haben sich entschieden. Sie kaufen den bunten Regenschirm. Dieser kann dann gleich seine praktische Seite zeigen – beim Verlassen des Alten Rathaus regnet es in Strömen.

Von Christopher Piltz