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Göttingen Luchs-Jungtier lebt offenbar dauerhaft im westlichen Landkreis Göttingen
Die Region Göttingen Luchs-Jungtier lebt offenbar dauerhaft im westlichen Landkreis Göttingen
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17:45 12.08.2013
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Adelebsen

Ob „M6“ dort aber wirklich langfristig sein Revier gefunden habe, sei noch offen. Dazu sei das Tier noch zu jung.

Mitarbeiter des Nationalparks Harz hatten den Luchs in der Walpurgisnacht in einer speziellen Kastenfalle nahe Bühren im Bramwald gefangen. Der Kuder, so wird ein männlicher Luchs genannt, wurde anschließend betäubt. Das Tier hatte dann ein GPS-Senderhalsband erhalten, das seither regelmäßig Daten über seinen Aufenthaltsort sendet.

Vier eingefangene Luchse

Insgesamt seien derzeit vier zuvor eingefangene Luchse mit einem funktionsfähigen Senderhalsband ausgestattet, sagte Anders. Nach 13 Monaten fallen die Halsbänder von alleine ab. Sie können dann weiterhin geortet werden, so dass sie geborgen und die aufgezeichneten Datensätze über die Aktivitäten der Luchse ausgewertet werden können. Die Apparate senden nämlich nicht nur zweimal am Tag Signale zum Aufenthaltsort. Sie zeichnen auch alle fünf Minuten auf, ob die Tiere in Ruhe oder in Bewegung sind.

Unklar sei noch, ob „M6“ direkt aus dem Harz oder aus Nordhessen in den Bramwald eingewandert ist, sagte Anders. Klarheit solle ein DNA-Abgleich bringen. Auch die in Nordhessen seit einigen Jahren heimisch gewordenen Luchse stammen von den Tieren ab, die im Rahmen des Harzer Wiederansiedlungsprojektes ab dem Jahr 2000 ausgewildert worden waren. Unterdessen haben sich Harzer Luchse auch bis in den Landkreis Hildesheim ausgebreitet. Dort seien in jüngster Vergangenheit einige „sichere Beobachtungen gemacht worden, sagte Anders.

Von Matthias Brunnert