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Göttingen Luchse haben sich im Solling angesiedelt
Die Region Göttingen Luchse haben sich im Solling angesiedelt
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00:29 07.06.2018
Dieser Luchs fühlt sich im Solling offenbar sehr wohl. Das männliche Tier läuft immer wieder an den Fotofallen-Kameras vorbei. Quelle: Nationalpark Harz/pid
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Neuhaus

Die Experten des Luchsprojektes haben dazu Anfang des Jahres in enger Abstimmung mit den niedersächsischen Forstämtern Dassel und Neuhaus an zehn Standorten im Solling jeweils zwei einander gegenüberliegenden Kameras installiert. Die Kameras nehmen vorbeilaufende Wildtiere auf. Da jeder Luchs eine individuelle Fellzeichnung besitzt, können die Experten anhand der schwarzen Flecken im Fell die einzelnen Tiere voneinander unterscheiden.

Zwischenergebnis: An sieben von zehn Standorten Luchse fotografiert

Das erste Zwischenergebnis sei recht erfolgversprechend, sagt der Koordinator des Harzer Luchsprojektes, Ole Anders. Bislang seien an sieben der zehn Standorte Luchse fotografiert worden. Anhand der Fellzeichnung stellten die Experten fest, dass es sich um zwei Individuen handelt, die immer wieder an den Kameras vorbeilaufen. Einer der beiden Luchse sei mit Sicherheit ein männliches Tier, sagt Anders. Bei dem zweiten könnte es sich um ein Weibchen handeln. Jetzt sind die Forscher gespannt, ob sich bei den Solling-Luchsen womöglich Nachwuchs einstellt und demnächst auch kleine Pinselohren vor der Kamera auftauchen. Jungtiere erblicken im Mai oder Anfang Juni das Licht der Welt, erklärt Anders.

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2016 erster gesicherter Nachweis von Luchsnachwuchs im Solling

2016 hatte es den ersten gesicherten Nachweis von Luchsnachwuchs im Solling gegeben. Drei Jahre zuvor war dort erstmals ein zugewanderter Luchs aus dem Harz gesichtet und fotografiert worden. Das Fotofallen-Projekt soll noch bis zum Herbst laufen. Die Auswertung der Bilder soll weitere Erkenntnisse darüber liefern, wie groß die Population der Pinselohren in dem südniedersächsischen Mittelgebirge geworden ist.

Von Heidi Niemann

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