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Göttingen Mahnwachen erinnern an Atomunfall in Fukushima
Die Region Göttingen Mahnwachen erinnern an Atomunfall in Fukushima
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12:41 07.03.2019
Grüne bei der Fukushima-Mahnwache in Altwarmbüchen. Quelle: Frank Walter
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Hamburg/Göttingen

In rund 20 Orten in Niedersachsen und Bremen erinnern Atomkraftgegner in diesen Tagen mit öffentlichen Aktionen an den Atomunfall in Fukushima vor acht Jahren. Geplant seien Mahnwachen, Kundgebungen und Gedenkveranstaltungen, teilte die Anti-Atom-Organisation „Ausgestrahlt“ mit Sitz in Hamburg am Mittwoch mit. Bundesweit wollen in etwa 70 Städten Menschen auf die Straße gehen.

Mahnwachen gibt es am Montag, 11. März, etwa in Bremerhaven, Buxtehude, Goslar, Lingen, Nienburg, Stadthagen und Wolfenbüttel. In Göttingen wollen Atomkraftgegner am selben Tag als Lindwurm verkleidet durch die Stadt ziehen. Beginn in Göttingen ist um 15 Uhr am Fukushima-Stein auf dem Hiroshimaplatz mit einem Kirschblütenfest an der japanischen Kirsche, die zum Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe dort gepflanzt wurde.

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Um 15.30 Uhr schlängelt sich dann nach Veranstalterangaben vom Hiroshimaplatz aus „der gelbe Widerstands-Drache mit vielen Menschen in Richtung Gänseliesel, wo um 16 Uhr die Kundgebung beginnt“. Im südöstlichen Niedersachsen hat ein kirchliches Bündnis gleich mehrere Veranstaltungen angekündigt. Im südöstlichen Niedersachsen hat ein kirchliches Bündnis gleich mehrere Veranstaltungen angekündigt.

Auch acht Jahre nach Katastrophe nicht unter Kontrolle

“In Fukushima ist auch acht Jahre nach der Katastrophe die Situation nicht unter Kontrolle“, sagte „Ausgestrahlt“-Sprecher Jochen Stay. Radioaktive Stoffe landeten weiter im Meer. Ob und wie die Bergung der geschmolzenen Reaktorkerne funktioniere, sei weiter offen. Die Region um die havarierten Reaktoren sei unbewohnbar. Im japanischen AKW Fukushima war es im März 2011 infolge eines Erdbebens und eines Tsunamis zu einem der schwersten Störfälle in der Geschichte der Atomkraftnutzung gekommen, in drei Reaktoren schmolzen die Kerne.

“Damit in Deutschland nicht ähnliches passiert, müssen die sieben noch laufenden Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden und nicht erst 2022“, sagte Stay weiter. Denn je älter diese Anlagen würden, umso größer werde das Risiko. Auch die beiden Atomfabriken in Lingen und Gronau müssten umgehend außer Betrieb genommen werden.

Von epd / lel

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