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Göttingen Software-Entwickler wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung vor Gericht
Die Region Göttingen Software-Entwickler wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung vor Gericht
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17:00 28.11.2019
Vor dem Göttinger Landgericht wird der Fall des 38-jährigen Geschäftsmanns verhandelt. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Ein 38-jähriger Geschäftsmann aus Frankfurt muss sich derzeit wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung vor dem Landgericht Göttingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, als faktischer Geschäftsführer eines in Frankfurt ansässigen Unternehmens eine Software für Kassensysteme in Restaurants entwickelt zu haben, mit der sich Buchungen manipulieren lassen. Die Software sei deutschlandweit vertrieben worden.

Mehr als 100 Kunden

Laut Anklage sollen in dem zwischen 2008 und 2017 liegenden Tatzeitraum mehr als 100 Kunden diese Software gekauft und eingesetzt haben. Durch den Einsatz der Software sollen Steuern in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro hinterzogen worden sein. Die Software habe es ermöglicht, Buchungen sowie die auf diese Buchungen entfallende Umsatzsteuer nachträglich zu manipulieren. Dass der Prozess in Göttingen stattfindet, liegt daran, dass die betrügerische Software auch in dem Kassensystems eines China-Restaurants in Göttingen verwendet worden sein soll.

Haftbefehl außer Vollzug gesetzt

Aufgeflogen waren die Manipulationen durch Ermittlungen des Finanzamts für Steuerfahndung. Nach Angaben eines Justizsprechers war der 38-Jährige zunächst in Haft gekommen, später sei der Haftbefehl dann außer Vollzug gesetzt worden. Der Angeklagte soll seine Kunden nicht nur in die Nutzung der mutmaßlich von ihm entwickelten betrügerischen Software eingewiesen, sondern sie auch konkret in Bezug auf einzelne Manipulationshandlungen beraten haben, Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er durch den Verkauf der Software knapp 65000 Euro erlangt hat. Der Prozess wird sich voraussichtlich bis kurz vor Weihnachten hinziehen.

Von Heidi Niemann

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