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Göttingen Mehr Selbstbewusstsein
Die Region Göttingen Mehr Selbstbewusstsein
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22:00 14.01.2018
Göttingens Wahrzeichen: das Gänseliesel. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Wirtschaft, Wissenschaft, Tourismus, Innenstadt: Für all das gibt es in Göttingen kein einheitliches Vermarktungskonzept. Es gibt Pro City, den Verein Göttingen Tourismus und Arbeitskreise in der Stadtverwaltung. Vorgeschlagen wurde jetzt, eine gemeinsame GmbH zu gründen. Das geht aus der Projektplanung der Firma Cima hervor. Mehrere Workshops zum Thema sind 2017 organisiert worden, die Ergebnisse hat die Firma zusammen gefasst.

Demnach ist die Empfehlung für die neue Organisation eine „neu einzurichtende” GmbH. Sie soll das Stadtmarketing übernehmen, Pro City und der Verein Göttingen Tourismus sollen integriert werden. „Als Geschäftsführerin des Göttingen Tourismus würde ich eine institutionalisierte Zusammenarbeit der beiden Bereiche sehr begrüßen. Ich verspreche mir davon eine stärkere Außenwirkung unserer Stadtmarketingaktivitäten und damit verbunden eine bessere Positionierung Göttingens im Städtewettbewerb”, erklärt Angelika Daamen. Daamen als Chefin der Göttingen Tourismus sagt, dass die Veranstaltungsreihe mit rund 80 Vertretern aus Verwaltung, Handel, Universität und anderen Bereichen „viel Spaß” gemacht haben. Diesen „Schwung” und diese „Aufbruchstimmung” müsse man jetzt nutzen und zügig weiter arbeiten. Die Cima empfiehlt in ihrem Papier als einen der nächsten Schritte den „Aufbau der künftigen Organsisationsstruktur”. Ob und wie diesem Vorschlag allerdings gefolgt wird, müsse laut Daamen nun zunächst mit der Politik und in den Gremien der Beteiligten diskutiert werden.

Als Ergebnisse aus den Expertenrunden benennt die Cima unter anderem, dass der Slogan „Göttingen, Stadt, die Wissen schafft” erhalten bleiben soll. Der Slogan, so steht es in den Ergebnissen der Projektplanung, werde „im Grunde akzeptiert”. Er stelle eine gute Dachmarke dar. Der Umfang seiner Bedeutungen müsse aber besser kommuniziert werden. „Wissen schafft in Göttingen ja nicht nur die Universität”, so Daamen. Auch Schulen, Wirtschaft und viele andere Akteure vermitteln Wissen. Ziel, so die Cima, müsse es sein, viele Agierenden den Zusammenhang zwischen Slogan und ihrem Themengebiet klar zu machen.

Aus den Expertenrunden ging aber auch hervor, dass Göttingen „eine klare Rolle in der Region” fehlt. Die Stadt dürfe sich nicht hinter Städten wie Hannover verstecken. „Das Selbstbewusstsein als Oberzentrum fehlt”, so eines der Ergebnisse. Die Region müsse sich besser vernetzen, die Regionalität gelebt werden. Beispielsweise würden Produkte und die Industrie vor Ort nicht ausreichend wahrgenommen.

Göttingen mit seinen mehr als 134.000 Einwohnern und 34.000 Studierenden verfüge über viele attraktive Merkmale, wie beispielsweise viele Forschende, Lehrende, Kunst- und Kulturschaffende und 44 Nobelpreisträger.

Die zentrale Lage in Deutschland, die „exzellent” per Bahn und PKW erreichbar ist, sei ein bevorzugter Tagungs- und Kongressstandort. Eine ausgeprägte Kreativ- und Kulturszene und die Auszeichnung „Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands”. Wie sich all das besser darstellen und vermarkten lässt, war zentraler Punkt der Veranstaltungen. „Göttingen muss sich nach außen besser verkaufen“, sagte auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) nach Abschluss der Workshops.

Die Cima empfiehlt klar, Göttingen muss seine „Stärken präsentieren”. Wirtschaftskraft, Weltoffenheit und die attraktive Innenstadt würden von außen zu wenig wahrgenommen. Göttingen soll sich “als Marke auch international etablieren”, wofür natürlich eine Vermarktung aus Englisch unabdingbar sei

Diese Marke soll auch im „Stadtalltag” gelebt werden. Als wichtige Ziele definiert die Cima, das Potenzial Göttingens als „Transitstadt“ und Ziel für Tages- und Städtereisende auszubauen. Vor allem durch die zentrale Lage und das Veranstaltungsangebot, wie beispielsweise die Händel-Festspiele, gebe es dort noch Potenzial. Auch Daamen verweist darauf, wie wichtig Bus-Tourismus heute geworden ist.

Eine weitere Empfehlung: Studierende sollen in Göttingen gehalten werden. „Dazu müsse man den Absolventen Arbeitsplä̈tze und berufliche Perspektiven in und um Göttingen bieten – „um jene zu binden, die bei gegebener Berufsperspektive ihre weitere Karriere- und Lebensplanung vor Ort erfolgreich fortsetzen kö̈nnen“, heißt es in der Präsentation. Göttingen biete außer Studienangebote viele Angebote, die die Work-Life-Balance unterstützen, darunter Freizeit- und Erholungsangebote, aber auch ein qualitativ gutes und differenziertes Kulturangebot sowie ein sicheres und ruhiges Umfeld. Göttingen sollte sich als Stadt im Wettbewerb und als Oberzentrum begreifen und dementsprechend selbstbewusst auftreten.

Von Britta Bielefeld

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