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Göttingen „Deutliche Erhöhung des Radverkehrsanteils"
Die Region Göttingen „Deutliche Erhöhung des Radverkehrsanteils"
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18:50 23.06.2017
Von Matthias Heinzel
Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Neue Förderstrategien sollen EU- und Klimaschutzförderprogramme bündeln und durch eigene Haushaltsmittel ergänzen. Durch die stark ansteigende Nutzung von elektrisch unterstützten Rädern (Pedelecs, E-Bikes) sei die hügelige Topografie der Region „kein Hinderungsgrund mehr verstärkt das Rad auch für Versorgung und Nahmobilität im ländlichen Raum zu nutzen“, hatte die Verwaltung im Vorfeld der Kreistagssitzung ausgeführt. Daher sei „die systematische Verbesserung der Radverkehrsverbindungsqualität im Landkreis Göttingen dringend geboten“.

Insbesondere soll der Radverkehr besser mit den Angeboten des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) verknüpft werden. Dafür sei „der barrierefreie Ausbau der Haltestellen und Bahnhaltepunkte mittelfristig und systematisch umzusetzen“.

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Ebenfalls einstimmig angenommen wurde der Vorschlag von SPD, Grünen und Freien Wählern, eine Förderrichtlinie zu erarbeiten, derzufolge der Landkreis Bau- und Planungskosten der Kommunen zu 50 Prozent übernimmt. Mehrheitlich befürwortete der Kreistag die Einrichtung einer Schnellbuslinie zwischen Göttingen und Duderstadt, die den Landkreis bis zu 400000 Euro pro Jahr kosten wird.

Erneut lehnte der Kreistag den Antrag der Fraktion von Linken, Piraten und „Die Partei“ ab, an den Berufsbildenden Schulen II einen „Lernort für Erinnerung und Demokratie" für alle Schulen im Landkreis Göttingen einzurichten und dafür ein Konzept auszuarbeiten. Wie in den vorherigen Diskussionen fasste Sigrid Jacobi (CDU) den Hauptgrund für die Ablehnung durch die Kreistagsmehrheit zusammen: Ein solches Projekt sei nicht die Aufgabe des Landkreises.