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Göttingen Mehr Geld für löchrige Landesstraße gefordert
Die Region Göttingen Mehr Geld für löchrige Landesstraße gefordert
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18:10 22.07.2009
Zwischen Lenglern und Bovenden: Der Zustand der L 544 ist schlecht.
Zwischen Lenglern und Bovenden: Der Zustand der L 544 ist schlecht. Quelle: Hinzmann
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Das mehr als 8000 Kilometer lange, historisch gewachsene Straßennetz mit 1900 Brückenbauwerken und 4400 Kilometer Radwegen befinde sich in einem beklagenswerten Zustand, heißt es in einer Mitteilung des Gemeindebundes. Als Beispiel wird insbesondere die Gemeinde Bovenden angeführt. Die Fahrbahnen der Landesstraßen befänden sich teilweise in einem verkehrsgefährdendem Zustand. Radwege fehlten zwischen Bovenden und Lenglern, zwischen Lenglern und Emmenhausen, zwischen Emmenhausen und Harste, zwischen Harste und Parensen sowie zwischen Lenglern und Holtensen.

Der Zustand der L 544 zwischen Bovenden und Lenglern sei sehr schlecht, einen straßenbegleitenden Radweg gebe es ab der Autobahn in östlicher Richtung nicht, so der NSGB.Radfahrer würden durch die Feldmark geführt. Zumindest für diese Landesstraße gibt es offenbar Aussicht auf Besserung.

Alle seien sich im Grunde einig, dass die Straße grundsaniert werden müsse, so Bovendens Bürgermeisterin Heidrun Bäcker (SPD). Ob es dort allerdings auch einen neuen Radweg geben wird, ist noch offen. Der Ausbau sei nach dem Ende des Autobahnausbaus ab 2011 ins Auge gefasst, sagt der Leiter der Straßenbauverwaltung in Bad Gandersheim, Udo Othmer, „wenn wir ihn denn ins Programm bekommen“. Für den Abschnitt Lenglern-Emmenhausen soll demnächst immerhin ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Auf der Verbindung von der Leine zur Weser klafft im Wunsch-Radwegenetz des Landkreises noch eine Lücke.

Der Gemeindebund belegt seine Forderung mit einem Bericht des Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2007. 70 statt 60 Millionen Euro jährlich müsste das Land ausgeben. Allein für die Fahrbahnerneuerung der Landesstraßen sei ein Bedarf von jährlich 36 Millionen Euro, für die Erhaltung der Brücken acht Millionen Euro und für die Radwegerhaltung eine weitere Million Euro errechnet worden. Viele Städte und Gemeinden warteten seit Jahren auf eine Sanierung der Landesstraßen in ihrem Bereich, so der Gemeindebund. Problematisch sei auch, dass die Kommunen gezwungen würden, sich am Radwegebau des Landes zu beteiligen, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Der NSGB appelliert deshalb an Landtag und Landesregierung, die Mittel für den Landesstraßenbau deutlich zu erhöhen. „Dies würde nicht nur der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse dienen, es wäre gleichzeitig ein Beitrag zur Stärkung der Konjunktur“, so der NSGB-Verkehrsexperte Meinhard Abel. Der Städte- und Gemeindebund erwartet von Landtag und Landesregierung, dass der Mittelansatz für Landesstraßen 2010 deutlich heraufgesetzt wird.

Von Gerald Kräft

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