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Göttingen Mehr als 350 Menschen bei Führungen durch Leinehof
Die Region Göttingen Mehr als 350 Menschen bei Führungen durch Leinehof
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19:42 28.06.2015
Von Katharina Klocke
Vom Altbau aus, einer alten Orgelpfeifenfabrik, ist der Blick frei auf die neuen Wohnhäuser im Leinehof. Quelle: Heller
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Göttingen

Mit mehreren hundert Neugierigen hatte Architekt Matthias Rüger nicht gerechnet. „Das sind viel mehr Menschen, als wir gedacht haben“, staunt er. Gemeinsam mit seiner Kollegin Charlotte Kolle war er für die Planung der alten Fabrik zuständig, der Duderstädter Architekt Harald Schmidt für die neuen Wohngebäude und Florian Hönig für die Freiflächenplanung.

Das zwischen 1884 und 1900 gebaute alte Fabrikgebäude war für die Göttinger Architekten- Werkstatt eine Herausforderung: „Wir wollten das Schöne an dem Gebäude – Ziegel und Fachwerk – erhalten und durch moderne Elemente ergänzen“, berichtet Rüger, als er die erste von drei Besuchergruppen durch die ehemaligen Produktionsstätten führt, die jetzt Arbeitsplatz mehrerer Heilpraktiker, von Architekten, Psychologen und weiteren Gesundheitsberufen geworden sind.

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„Der Charme besteht in der Mischung von Alt und Neu – und aus Kompromissen. Das können Sie im Neubau nicht realisieren“, antwortet  der Architekt auf die Frage eines Neugierigen, ob bei solch alten Gebäuden ein Abriss nicht die günstigere Lösung sei. Und teurer sei eine Altbausanierung nicht.

Der in warmen Tönen gehaltete Ziegelbau auf der einen Seite, Neubauten in kühlem Grau auf der anderen Seite: Der Leinehof stand unter dem Motto „Wohnen und arbeiten“ im Programmheft des Tages der Architektur. Besucht werden konnten außerdem noch Objekte am Windausweg: das Wohnquartiervon Städtischer Wohnungsbaugesellschaft, Volksheimstätte und Wohnungsgenossenschaft. Auch in Northeim und Duderstadt konnten neue Genäude besichtigt werden.

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