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Göttingen Rekorde beim Entenrennen in Göttingen
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11:03 25.08.2019
Göttinger Entenrennen 2019 Quelle: Michael Brakemeier
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Göttingen

Optimales Rennwetter in Göttingen: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen sind am Sonnabend weit mehr als 4500 Enten beim inzwischen 17. Göttinger Entenrennen an den Start gegangen. Schon früh säumten hunderte Zuschauer den Leinekanal zwischen Goetheallee und Waageplatz. Das Rennen ist eine Benefizveranstaltung der Lionsclubs „Göttinger 7“ und „Hainberg“ sowie der „Leos“.

Optimales Rennwetter in Göttingen: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen sind am Sonnabend weit mehr als 4500 Enten beim inzwischen 17. Göttinger Entenrennen an den Start gegangen.

Lange Schlangen bildeten sich noch am Morgen vor dem Verkaufszelt. Hier gab es noch kurz vor Start die quietschgelben Gummienten zu kaufen, um sie in einem von insgesamt neun Rennen auf der gut 250 Meter langen Strecke ins Rennen zu schicken. „Mal schauen, ob ich einen Preis gewinne“, sagte der achtjährige Lasse, der seinen Vater zu einem Kauf überredet hatte.

In den Wochen vor dem Rennen waren bereits mehr als 4000 Enten im Vorverkauf verkauft worden. Und die Entenfans hatten die Zeit genutzt, um ihre Enten zum Teil gehörig aufzumotzen: Mit Federschmuck oder als U-Boot getarnt gingen sie an den Start. Mit Filz- und Lackstift, mit Nagel- oder Sprühlack hatten die Besitzer ihre Enten verziert und zum Teil zu wahren Kunstwerken aufgepimpt. „Das ist der rosa Blitz. Gegen den hat niemand eine Chance“, sagte die 15-jährige Jessica siegessicher, die ihrer Ente auf der Kanalmauer mit Nagellack den letzten Feinschliff verpasste. Er sei „überwältigt“von der Resonanz, sagte Peer Brauer vom Lions Club „Göttinger 7“.

„Handys zücken. Jetzt geht es los“, rief Moderator Markus Riese vom Blick, der erneut mit Daniel Helberg vom Lions Club die Moderation übernommen hatte. Wenn auch die Renngeschwindigkeit im langsam dahinfließenden Leinekanal trotz „Stromschnellen“, so Helberg, eher gemächlich denn rasant war, der Spannung tat das keinen Abbruch.

Nach dem „5,4,3,2,1, los“-Startkommando und dem freien Fall der Enten die Brücke hinab, fieberten ihre Besitzer mit und verfolgten sie bis zum Waageplatz. Immerhin knapp 15 Minuten brauchte etwa die Siegerente im ersten Rennen für die Strecke.

Start zum Promi-Rennen

Weniger aufgemotzt, dafür im edlen Gold gingen die Enten im Promi-Entenrennen ins Rennen. Nur die von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) stach heraus. Er hatte sich eine weiße ausgesucht. „Alles Gold der Welt muss man nicht im Leinekanal versenken“, witzelte Köhler. In seiner kurzen Ansprache dankte er den Organisatoren und Sponsoren. Damit dieses und die anderen Rennen reibungslos ablaufen konnten, waren am Sonnabend mehr als 100 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Am Ende setzte sich Grones Ortsbürgermeisterin Birgt Sterr (SPD) beim Promi-Rennen mit ihrer Ente durch. Sie durchbrach damit die Siegesserie von Lisa Hintz vom Deutschen Theater, die in den vergangenen beiden Jahren gewonnen hatte. Auf Platz 2 und 3 folgten Stephan Beuermann und Tim Asch. Beim Sponsoren-Entenrennen verwies die Möbelhaus-Ente von Poco die Konkurrenz auf die Plätze.

Der Erlös des Rennens soll auch in diesem Jahr wieder an soziale Einrichtungen gehen. Dazu gehören das Projekt Luftsprung, die Feuerwehr für ihre Jugendarbeit, der Förderverein Weender Freibad, die Pfadfinderschaften St. Georg und Hohenstaufen, der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser, das Auslandsprojekt Kenia LC Bahari, die Kinderambulanz Kimbu und die Interessengemeinschaft Fragiles-X.Im vergangenen Jahr kamen rund 30.000 Euro Spenden zusammen.

Silvia Eisennacher vom Lionsclub „Göttinger 7“ schätzt, dass die gesamte Spendensumme in diesem Jahr bei „mindestens 35.000 Euro“ liegen werde. In diesem Jahr würden sich 56 Sponsoren beteiligen. Nach Eisenachers Auskunft so viel wie nie. Den Wert aller gespendeten Preise bezifferte sie auf rund 15000 Euro. „Wir haben und in allen Bereichen gesteigert“, sagte Eisenacher.

Seit die Lions 2013 die Federführung für die Organisation des Entenrennens übernommen haben, seien 128.000 Euro für wohltätige Zwecke zusammengekommen. „Wir lassen das Geld in der Stadt“, erklärte Eisenacher.

Diese Enten haben gewonnen

Die Enten mit den folgenden Nummern haben die ersten zehn Plätze im Final-Rennen belegt.

1. 4112

2. 1265

3. 4912

4. 3692

5. 4590

6. 0544

7. 2485

8. 2862

9. 2117

10. 3336

Alle weiteren Gewinner aller Rennen finden sich auf der Internetseite des Entenrennens. Alle Gewinne können im Wursthaus Eisenacher, Robert-Bosch-Breite abgeholt werden.

Sie erreichen den Autor unter

E-Mail: m.brakemeier@goettinger-tageblatt.de

Twitter: @soulmib

Facebook: michael.brakemeier

Von Michael Brakemeier

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