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Göttingen Mehrere Hundert Besucher kommen zu Weihnachtsmärkten in Waake und Spanbeck
Die Region Göttingen Mehrere Hundert Besucher kommen zu Weihnachtsmärkten in Waake und Spanbeck
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19:35 24.11.2019
Weihnachtsmarkt in Waake: Jan Zander und Tochter Linn begutachten Haarspangen am Stand von Beate Hartmann. Quelle: Peter Heller
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Spanbeck/Waake

Der Startschuss ist gefallen: Die Saison der Winter- und Weihnachtsmärkte hat begonnen. Am Wochenende waren etwa bei den Märkten in Spanbeck und Waake Dekorationsartikel und selbst gemachte Geschenkidee im Angebot.

„Klötenköhm“, Lavendelbeutel, Mandelkern und Riesenzapfen – beim Wintermarkt in der Alten Schule in Spanbeck gab es am Sonnabend allerlei zu entdecken. Acht Spanbecker und Spanbeckerinnen boten ihre selbst gemachten Weihnachtsdekorationen und Handarbeiten an.

Eine der Anbieterinnen ist Marion Höhne. Die vergangenen Monate hat sie genutzt, um kleine Schuhe für Babys oder Puppen zu stricken. „Wie eine Oma. Beim Fernsehen“, sagt Höhne lachend. Gekauftes Dekomaterial, wie Lichterketten, Rentierfiguren, Weihnachtskugeln und Kerzen, hat sie zu leuchtenden und funkelnden Gestecken verarbeitet und einige davon in Plexiglaskugeln hergerichtet, um sie aufzuhängen.

Wintermarkt in Waake: Marion Höhne hat gebastelt. Quelle: Brakemeier

Erlös geht an die Kirchengemeinde

Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde richtet den Wintermarkt in Spanbeck aus. „Seit kurz nach Krieg gibt es den Markt schon“, sagt Spanbecks Pastor Detlef Geiken. Traditionell sei der Sonnabend vor dem ersten Advent der Termin für den Markt, seit Jahren ist die Gemeinde der Ausrichter. Etwa 100 Besucher würden, so Geiken, Jahr für Jahr kommen.

„Klöten-Köhm“. eine Empfehlung von Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Stümpel. Quelle: Brakemeier

Die Erlöse des Marktes – aus dem Verkauf der Handarbeiten und Basteleien sowie von Kaffee und Kuchen – kommt der Kirchengemeinde zugute. Im Schnitt seien das pro Jahr rund 800 Euro, sagt Geiken. Davon könnten etwa Utensilien für das Krippenspiel an Heiligabend angeschafft werden, das von den Kindern aus dem Kindergottesdienst aufgeführt wird. Auch Equipment wie etwa Notenständer für die Musikprojekte der Gemeinde könnte mit dem Geld gekauft werden.

„Meine gebrannten Mandeln sind der Renner“

Auch Charlotte Stümpel hat zum Marktangebot beigetragen. Sie hat Eierlikör aufgesetzt – ihren berühmten „Klötenköhm“, wie ihr Mann, Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Stümpel (SPD) erläutert - hat Pinienzapfen aus dem Frankreichurlaub mit Gold und Silber besprüht und hat Stoffbeutel mit Lavendelblüten aus Spanbeck gefüllt. „Meine gebrannten Mandeln sind der Renner“, sagt sie nicht ohne Stolz und zeigt auf die kleinen mit zuckrigen Mandeln gefüllten Beutel.

Der Wintermarkt ist nicht die einzige Attraktion des 350-Einwohner-Dorfes in der Gemeinde Bovenden. Seit zehn Jahren gibt es auf dem Tie den Winterwald. An jedem Sonnabend in der Adventszeit öffnen die Spanbecker um 17 Uhr ihren Winterwald – mit jeweils wechselndem Musikprogramm. Dazu gibt es allerlei winterliche Getränke und wechselnde Speisen von Kartoffelspalten über Eintopf bis zur Pilzpfanne. Am 30. November können Kinder den Wunschzettelbaum auf dem Thieplatz mit ihren Wunschzetteln schmücken. Um 17.30 Uhr spielt live Rock Seven aus Gillersheim.

Die ersten Winter- und Weihnachtsmärkte 2019 haben in der Region die Besucher in die Dörfer gelockt. In Spanbeck veranstaltet die Kirchengemeinde einen Wintermarkt. Auch in Waake gab es beim Weihnachtsmarkt Dekorationsartikel und selbstgemachte Geschenkideen. In Göttingen liefen am Wochenende die letzten Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt. Er soll am Montag eröffnen.

Weihnachtsmarkt in Waake

Seit zwölf Jahren organisieren Iris Jankowski und Sylvia Pinkert den Weihnachtsmarkt in Waake. „Wir waren früher oft selber auf Märkten und Basaren. Da haben wir uns gedacht: Das können wir doch auch selber organisieren“, sagt Jankowski. Im Hintergrund arbeitet heute ein 15-köpfiges Helferteam. Waren es am Anfang nur acht Aussteller, kamen am Sonntag 24 ins Waaker Gemeindehaus.

So gab es zum Beispiel selbst gestrickte Socken, Filzpantoffeln, Adventskränze und Gestecke, Seifen, Körnerkissen, Schmuck, Honig und selbst gemachte Marmelade im Angebot. Alle Anbieter, so Jankowski, kämen aus der Region. Alle Gegenstände seien selbst gebastelt und -hergestellt. „Darauf legen wir Wert“, sagt Jankowski.

Schmiedehandwerk: Willi Hartmann schmiedet Messer an seiner Feldschmiede. Quelle: Peter Heller

Eine der Anbieterinnen ist Heidemarie Sommer aus Rüdershausen, die schon seit Anfang an in Waake dabei ist. Sie hat genäht. „Seit August“, sagt sie. Stofftaschen hat sie im Angebot und Körner- und Duftkissen. Die Duftkissen sind mit Zirbenspänen gefüllt. Sommer lässt sie sich eigens aus Österreich schicken. Den ätherischen Ölen des Nadelbaumes werden gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Außerdem hat Sommer Deko-Kugel im Angebot – mit feinen Mustern aus Strasssteinen und Glasperlen beklebte Styroporkugeln, die dekorativen Fenster- oder Tischschmuck abgeben. 14 Tage dauert es, so Sommer, sie zu bekleben.

Weihnachtsmarkt in Waake: Die Sieboldshäuserin Brigitte Epping verkauft Selbstgenähtes Quelle: Peter Heller

„Das Geschäft läuft gut“

Das Nähen, das sie von ihrer Mutter gelernt hat, und das Basteln seien gute Mittel gegen Langeweile, sagt Sommer. „Und Spaß macht es natürlich auch.“ Vor allem dann, wenn sie Abnehmer findet für ihre Waren. „Das Geschäft läuft gut“, sagt Sommer mit einem Lachen.

Spaß haben auch die Organisatorinnen Jankowski und Pinkert. Ihr Markt habe sich im Laufe der Zeit zu einen richtigen Treff entwickelt. Mehrere Hundert Gäste kommen pro Jahr. So würden auch viele Ex-Waaker eigens für den Markt wieder in den Ort kommen, sagt Jankowski. Und ja, auch im kommenden Jahr wir es wieder einen Waaker Weihnachtsmarkt geben, sagt Jankowski.

Von Michael Brakemeier

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