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Göttingen „Ich besitze leider keine übersinnlichen Fähigkeiten“
Die Region Göttingen „Ich besitze leider keine übersinnlichen Fähigkeiten“
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00:17 01.12.2016
Von Katrin Westphal
Mental-Magier Nicolai Friedrich in seinem Element.
Mentalmagier Nicolai Friedrich in seinem Element. Quelle: R
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Göttingen

Karten zu gewinnen

2 In der Göttinger Stadthalle ist Friedrich am Freitag, 27. Januar, um 20 Uhr zu sehen. Dazu verlost das Göttinger Tageblatt zweimal fünf Eintrittskarten unter den Anrufern, die Namen und Telefonnummer hinterlassen. Angerufen werden kann am Dienstag, 28. November, von 10 bis 14 Uhr unter Telefon 01 37 / 8 60 02 73 (0,50 Euro/Min. pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Herr Friedrich, Sie sind das erste Mal auf ausgedehnter Deutschlandtour. Womit werden Sie Ihr Publikum verzaubern?
Meine Show ist eine bunte Mischung aus visueller Magie und unerklärlichen Mentalexperimenten. Die Zuschauer werden in das Geschehen einbezogen, ohne dabei zersägt oder bloßgestellt zu werden. Einzig ihre Gedanken werden im Verlauf der Show gelesen und zur Überprüfung öffentlich bekannt gemacht, also sollten sie aufpassen, was sie denken.

Haben Sie übersinnliche Fähigkeiten?
Auch wenn es auf der Bühne danach aussieht, besitze ich leider keine übersinnlichen Fähigkeiten. Vielmehr ist es das Resultat jahrelangen Trainings und der Erfahrung. Wir Menschen verfügen alle über uns unbekanntes Potential. Ich möchte durch meine Show Zuschauer anregen, auch Ihre verborgenen Kräfte zu entdecken und zu nutzen. Dabei geht es rein gar nicht um übersinnlichen Hokus Pokus, sondern um Fantasie, Kreativität, Willenskraft und Intuition.

Wann wussten Sie, dass Sie Magier werden wollen und warum?
Ich war schon als kleines Kind von der Magie fasziniert und bekam meinen ersten Zauberkasten im zarten Alter von 4 Jahren. Von da an habe ich versucht, alles und jeden um mich herum zu verzaubern. Ich habe es schon immer geliebt Menschen zum Staunen zu bringen. Gerade in unserer heutigen Zeit, geprägt von rationalem Denken und totaler Reiz- und Informationsüberflutung, sind solche unvergesslichen Momente ein wertvolles Geschenk. Doch dass es einmal zu einem Beruf werden würde, hätte ich mir damals nie vorstellen können. Das war eine schleichende Entwicklung, immer mehr und mehr Auftritte und Erfolge, auch auf internationaler Ebene, geben einem dann das nötige Selbstvertrauen diesen Schritt zu wagen.

Wie viele Stunden verbringen Sie pro Tag mit Üben und wie bereiten Sie sich auf Ihre Shows vor?
Dadurch dass ich viele Auftritte habe und damit verbunden viel auf Reisen bin, sind es nicht mehr zwangsläufig die 6 Stunden am Tag, die ich früher damit verbracht habe, aber es ist immer noch so, dass ich jede freie Minute mit Arbeiten und dem Üben neuer Kunststücke verbringe. Ältere Nummern trainieren sich durch das regelmäßige Auftreten quasi selber.

Ist in einer Ihrer Shows schon einmal ein Trick richtig schief gegangen?
Klar, gerade wenn man etwas Neues entwickelt, gehören Fehler zum natürlichen Lernprozess. In den meisten Fällen bemerkt das Publikum den Fehler jedoch nicht, da man rechtzeitig auf Plan B oder C umsteigen kann. Jeder Magier braucht hierfür immer ein Ass im Ärmel.

David Copperfield hat die Rechte an einem Ihrer Kunststücke erworben. Was war das für ein Gefühl, als der bekannteste Magier der Welt an Sie herangetreten ist?
Es war unglaublich! Zunächst glaubte ich an einen Telefonstreich, als es am Telefon hieß: „Hi this is David Copperfield“, aber ich erkannte natürlich seine Stimme. Ich fühlte mich zutiefst geehrt, dass Copperfield an mir und meiner Arbeit Interesse zeigt und sogar ein von mir entwickeltes Kunststück vorführen möchte. Gerade der Respekt der Fachkollegen, welcher auch durch die Gewinne diverser Wettbewerbe zum Ausdruck kommt, ist doch eine besondere Art von Lob und Anerkennung, die ich sehr schätze.

Auf was können sich die Besucher in Göttingen freuen?
Es werden keine Kaninchen aus dem Hut gezaubert und auch keine Jungfrauen zersägt. Eine moderne unvergessliche Zaubershow für die ganze Familie ohne Kisten und Kästen mit garantiertem „Wow Effekt“. Obwohl meine Zuschauer ganz nah dran sind, werden sie glauben nicht ganz dicht zu sein.

Interview: Katrin Westphal