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Göttingen Mentoren üben mit lesefaulen Jungen
Die Region Göttingen Mentoren üben mit lesefaulen Jungen
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19:37 16.08.2011
Von Ulrich Schubert
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Göttingen

„Jungen bringen in den weiterführenden Schulen schlechtere Leistungen als gleichaltrige Mädchen, weil sie nicht gut lesen – das ist bewiesen“, sagt der Germanist Klaus Müller-Dyes, Vorsitzender vom Lesehelfer-Verein Mentor in Göttingen. Dafür gebe es viele verschiedene Gründe – von der körperlichen Entwicklung über klassische Rollenmuster bis zum Umgang mit heutigen Computerspielen. Der Runde Tisch Leseförderung“ in Göttingen wolle dieser Entwicklung gegensteuern. Unter Regie des landesweit organisierten Mentor-Vereins sollen engagierte Helfer mit ausgewählten Grundschülern ab Klasse zwei regelmäßig lesen. Dabei würden sie in Kursen unterstützt. Bücher, Lesekarten und Spiele finanziere der Verein, ergänzt die stellvertretende Vorsitzende Ingrid Michel – und hofft auf weitere Sponsoren. Ein sicher geglaubter Stifter sei kurz vor dem Projektstart abgesprungen.

Bei einem hohen Anteil ausländischer Kinder gebe es auch an der Egelsbergschule Jungen mit Leseschwierigkeiten. „Wir sind froh, dass die Initiative uns unterstützt“, sagt Schulleiterin Ulrike Amos. Im Klassenverband könnten Lehrer die Kinder, „die es besonders nötig haben“, oft nicht ausreichend fördern. Durch die 1:1-Betreuung und einen spielerischen Ansatz könnten die Mentoren die Jungen intensiver unterstützen. Die Lesehelfer treffen sich am Donnerstag, 18. August.
Wer die Initiative aktiv oder finanziell unterstützen will, erreicht den Verein über Telefon 05 51 / 79 31 03.