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Göttingen Minigolfer noch immer heimatlos
Die Region Göttingen Minigolfer noch immer heimatlos
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15:35 30.12.2015
Ingo Knesebeck im gesperrten Winterquartier. Quelle: Heller
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Göttingen

„So langsam laufen uns die Mitglieder weg“, sagt Ingo von dem Knesebeck, Mitglied im Vorstand des Minigolf-Club Göttingen (MCG). Immer mehr Spieler würden in andere Vereine mit eigenen Winterbahnen ausweichen - „darunter natürlich auch sehr gute“. Seit 1883 haben die Göttinger Minigolfer in den Wintermonaten im Keller der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) trainiert. Die 18 Profibahnen habe sie selbst gebaut. Ihre Anlage wird auch von der Schule genutzt, im Sportunterricht und in AGs. Ein Bereich des offen strukturierten Kellers ist allerdings auch Lager der Hausmeister. Und diese Konstellation ist nach Angaben der Göttinger Stadtverwaltung verboten - sie widerspricht den Brandschutzauflagen für Veranstaltungsräume.

Um die Auflagen zu erfüllen, müsste der Verein eine Mauer einziehen – für bis zu 10 000 Euro, bestätigte der Vereinsvorsitzende Andreas von dem Knesebeck. Das könne der kleine Verein nicht leisten. Zudem sei nicht sicher, ob der MCG dann in den engeren Räumen auch weiterhin seine überregional beliebten Winterturniere organisieren dürfe. Auch die Stadt habe für den Umbau kein Geld übrig, hieß es von Beginn an aus der Verwaltung. Beim Brandschutz könne sie allerdings kein Auge zudrücken.

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Seit einem Jahr suche der Verein nach einem neuen Winterquartier, „bisher leider vergeblich“, bedauert Ingo von dem Knesebeck. Schulleiter Tom Wedrins würde den MGC und seine Minigolf-Bahnen gerne in der GSG halten: „Wir haben damit ein Alleinstellungsmerkmal, das auch gut in unser Schulprofil auch als Ganztagsschule passt.“ Er würde auch gerne mit dem Verein Lösungswege suchen, bisher gebe es aber wenig Initiative von dort, kritisiert er. us