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Göttingen Minister Thümler zu Gast in der Musa
Die Region Göttingen Minister Thümler zu Gast in der Musa
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22:45 14.01.2018
Björn Thümler (2.v.li.) mit dem Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler zu Gast in der Musa. Quelle: Foto: Bänsch
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Göttingen

Mit drei Räumen sei die Musa gestartet, erklärte Tiedemann. Inzwischen, nach 40 Jahren, verfüge das Zentrum inzwischen über 5000 Quadratmeter. Gerade erst seien 1000 Quadratmeter hinzugekommen. Zwischen 50 und 60 Bands proben in Kellerräumen. Stellwerk, die Vereinigung der Göttinger Kreativwirtschaft, hat sich hier angesiedelt. Bildende Künstler haben dort Ateliers, diverse Tanzkurse finden in den Räumen statt. Flüchtlingsfrauen lernen dort Deutsch, Konzerte für bis zu 400 Besucher gehen über die Bühne im großen Saal. Der Verein Domino, eine Vereinigung darstellender Künstler und Bühnen, agiert in der Musa. Immer mehr Hochzeiten werden im Café in der Musa, immer mehr private Partys gefeiert. Das Angebot ist sehr breit gefächert.

Göttingens Kulturdezernentin Petra Broistedt (SPD) bekannte, die Musa sei für die Stadt etwas ganz besonderes. Sie nannte das Zentrum „ein echtes Juwel“. Der Standort in der Weststadt sei von großer Bedeutung, weil dort Menschen lebten, die Gefahr liefen, durch die sozialen Netze zu fallen. Auch sie würden zumindest zeitweise in der Musa aufgefangen.

Mit knapp 450 000 Euro haben das Land und mit etwa 520 000 Euro die Stadt den inklusiven Ausbau und die energetische Sanierung über fünf Jahre gefördert, erklärte Tiedemann. „Den Landkreis müssen wir noch dazu bekommen“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler, der ebenfalls zum Ministerbesuch in die Musa gekommen war. 10 000 Euro kamen vom Landkreis.

Gerd Dallmann, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur, bestätigte die Ausführungen Tiedemanns. Sie habe „die große Bandbreite der Musa gut dargestellt. Er hob das Wirken des Zentrums in die Stadtgesellschaft hervor und hob die freiräume für Kreative unter dem Dach der Musa hervor. Sie setze neue Impulse in der Stadt.

Thümler schließlich zeigte sich“tief beeindruckt, was Sie hier geschaffen haben“. Die Förderung werde auch mit ihm als Minister weitergeführt. „Es gibt kein Streichkonzert“, sagte Thümler und erklärte, er sei selbst Mitglied eines soziokulturellen Zentrums in seiner Heimatstadt und wisse um die Bedeutung solcher Einrichtungen. Er schätze deren vielfältiges Angebot. Und der Minister brach eine Lanze für die Kreativwirtschaft. Er halte diesen Zweig für ausgesprochen unterschätzt und wolle „ein stärkeres Augenmerk darauf richten“.

Auch Güntzler hob die Bedeutung der Kreativwirtschaft hervor. Die Kommune solle ihre Unterstützung als Teil der Wirtschaftsförderung begreifen. Er plädierte dafür, bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) eine halbe Stelle als Anlaufstelle für die Ehrenamtlichen im Vorstand des Netzwerks der Kreativwirtschaft einzurichten. Güntzler: „Die Kreativwirtschaft kann kein Konzern sein. Sie ist aber von volkswirtschaftlicher Bedeutung.“

Thümler bestätigte schließlich mit Blick auf den teuren Neubau des Universitätsklinikums: „Das Land ist gewillt, Euro in der Region zu lassen.“ So gebe es auch keinen Grund, bei den Theatern oder Orchestern etwas in der Förderung zu ändern.

Im Anschluss besuchte Thümler noch die Universität Göttingen und die Universitätsmedizin (UMG). Beim Gespräch im Präsidium der Universität stand die langfristige Strategie der Universität im Mittelpunkt, insbesondere vor dem Hintergrund der laufenden Exzellenzstrategie.

Zentrales Thema in der UMG sei die Masterplanung für den Neubau des Medizincampus an der UMG und die Perspektiven für die Entwicklung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung. „Wir haben mit Herrn Thümler sehr intensiv über die Entwicklung des Generalentwicklungsplanes an der UMG gesprochen. Dabei freuen wir uns, dass er uns bei unserem Vorhaben tatkräftig persönlich unterstützen und die notwendigen strukturellen Voraussetzungen im Ministerium schaffen wird. So können wir unsere dringend notwendigen Planungen für die Zukunftsfähigkeit der UMG nahtlos fortführen“, sagte Prof. Heyo K. Kroemer, Sprecher des UMG-Vorstandes .

Von Peter Krüger-Lenz

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