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Göttingen Missbrauch von Pflegekind
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18:43 09.07.2009
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Der 43-Jährige hatte 2006 einem von seiner Ehefrau aufgenommenen Pflegekind Pornofilme gezeigt und den Jungen unter Drohungen aufgefordert, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen. Als der Achtjährige dies nicht tat, befriedigte er sich selbst vor dem Kind.

Das Gericht musste sich bereits zum zweiten Mal mit dem Fall befassen. Bereits im November 2007 hatte eine andere Kammer des Landgerichts den 43-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Auf die Revision des Angeklagten hin hatte der Bundesgerichtshof den Schuldspruch abgeändert. Danach hatte sich der 43-Jährige des sexuellen Missbrauchs, nicht aber der versuchten Nötigung schuldig gemacht, da er nach der Weigerung des Kindes seine Drohungen nicht fortgesetzt habe. Der BGH verwies den Fall zur erneuten Verhandlung an eine andere Kammer, die nach diesen Vorgaben einen neuen Schuldspruch fällen und auch neu über die Strafhöhe entscheiden musste.

Dass die Strafe nun um drei Monate geringer ausfiel, lag auch daran, dass sich das Revisionsverfahren erheblich verzögert hatte. Grund war, dass ein Teil der Aktenbände beim Landgericht irrtümlich in einen falschen Aktenstapel geraten und zunächst nicht wieder auffindbar war. Wegen der langen Dauer des Verfahrens gelten zwei Monate der verhängten Strafe bereits als verbüßt. Außerdem wurde die Dauer der Bewährungszeit von drei auf zwei Jahre verkürzt.

Von nie

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