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Göttingen Sternmarsch und Rollstuhl-Rallye für die Inklusion
Die Region Göttingen Sternmarsch und Rollstuhl-Rallye für die Inklusion
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19:00 21.04.2019
„Mission Inklusion“ lautet das Motto des Aktionstages am 7. Mai in Göttingen, der den Blick insbesondere auf die gesellschaftliche Teilhabe behinderter Kinder und Jugendlicher lenken soll. Quelle: dpa
Göttingen

Keine Mission Impossible ist die die „Mission Inklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“. Unter diesem Motto ruft ein breites Bündnis von Einrichtungen der Behindertenhilfe und sozialer Unternehmen zur Teilnahme am Aktionstag für ein inklusives Göttingen auf. Ein Sternmarsch soll am Dienstag, 7. Mai, zum Gänseliesel führen.

Zum Programm des Aktionstags gehören am Vormittag eine Rollstuhl-Rallye für Kinder im Vorschulalter und eine Abschlusskundgebung gegen 15.30 Uhr am Alten Rathaus. Dorthin starten die Teilnehmer des Sternmarsches um 14.30 Uhr von den Treffpunkten Neues Rathaus, Auditorium und Bahnhof aus. Nach etwa 300 Teilnehmern im Vorjahr rechnen die Organisatoren in diesem Jahr mit bis zu 500 Teilnehmern. Dem Sternmarsch mit „bunten Aktionen, Sprechchören und Zwischenkundgebungen“ geht eine Sternfahrt voraus. Kostenfrei starten mittags rollstuhlgerechte Busse in Duderstadt, Hann. Münden und Osterode, Anmeldungen sind unter Telefon 0151/22779506 möglich.

Kundgebung mit Reden und Informationen

Bei der Kundgebung am Gänseliesel sprechen als Bühnengäste die Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt, die Kreisschulausschussvorsitzende Nadia Affani (SPD) und Nora Hönings vom ASC, dem größten Sportverein Göttingens. Verbände, Organisationen und Selbsthilfegruppen stellen an Infoständen ihre Arbeit und Best-Practice-Beispiele vor. Die Trommelgruppe der Göttinger Werkstätten und die Band der Heinrich-Böll-Schule mischen ebenfalls mit. Bei der Rollstuhl-Rallye erkunden Kinder in Rollstühlen in Zusammenarbeit mit der Kita „Die Arche“ am Vormittag die Innenstadt. Die Rallye soll bestehende Barrieren und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen und der Sensibilisierung für die künftige Städtebauplanung dienen.

„Demonstriere mit netten Menschen für die Rechte von Menschen mit Behinderung“, heißt es im Aufruf zum Aktionstag Inklusives Göttingen. Den hat die Selbsthilfe Körperbehinderter bereits 1995 initiiert und organisiert ihn seit einigen Jahren gemeinsam mit diversen Institutionen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. „Das Thema Inklusion geht uns alle an, denn unsere Gesellschaft wird immer offener“, sagt Erik Kleinfeld, Mitorganisator und Pädagoge beim Verein Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen. Der Aktionstag spreche alle Generationen, Menschen mit und ohne Behinderung an, für Teilhabe und gesellschaftliches Miteinander auf die Straße zu gehen.

Protesttag zur Gleichstellung

Treppe oder Rampe? Barrierefreiheit spielt eine immer größere Rolle. Quelle: dpa

Rund um den 5. Mai, den europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, veranstalten Verbände und Organisationen seit 24 Jahren überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Demonstrationen und weitere Aktionen. Entstanden ist der Protesttag auf Initiative des Vereins Selbstbestimmt Leben, gebündelt wird das Engagement von der Aktion Mensch, die bis März 2000 noch Aktion Sorgenkind hieß. Auch diese Umbenennung spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider und zeigt, wie sich die Wahrnehmung von Menschen mit Handicap geändert hat – bis zur Inklusion. Als die Aktion Mensch, die 1964 vom ZDF-Journalisten Hans Mohl unter dem Eindruck des Contergan-Skandals aus der Taufe gehoben wurde, 1998 zum ersten Mal den Aktionstag unterstützte, gab es bundesweit etwa 100 Veranstaltungen, 2014 waren es bereits 750. Mit dem diesjährigen Motto „#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit dir“ sollen besonders Kinder und Jugendlichen sowie Menschen, die mit ihnen arbeiten, erreicht werden.

Von Kuno Mahnkopf

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