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Göttingen Damit die Busfahrt nicht zum Problem wird
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21:00 15.04.2019
Die Fahrer der GöVB sind geschult, bewegungseingeschränkten Menschen zu helfen. Quelle: Schubert
Göttingen

Immer mehr vor allem ältere Menschen sind unterwegs auf Hilfsmittel angewiesen, um sich sicher fortbewegen zu können. Nicht wenige greifen dabei auf sogenannte Rollatoren zurück. Sei es um sich abstützen zu können, sich bei einem Zwischenstopp mal hinzusetzen oder einfach den Einkauf nicht tragen zu müssen. Die Gestelle auf Rollen haben viele Vorteile – solange man keine Stufen überwinden muss.

Und genau da lag bis vor Kurzem das Problem bei der Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber die Zeit, in der Busse nur über Stufen zu erreichen waren, sind in Göttingen längst vorbei. „Unsere Fahrzeuge können alle abgesenkt werden“, erklärt Stephanie Gallinat-Mecke, Sprecherin der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB). Das bedeutet, dass die Busse bei Bedarf auf das jeweilige Niveau der Haltestelle angepasst werden und der Fahrgast ebenerdig ins Innere gelangt.

„Ein Blick in den Rückspiegel“

Dazu muss der Fahrer die Situation an der Haltestelle allerdings richtig überblicken. „Ein Blick in den Rückspiegel und sie wissen, ob abgesenkt werden muss“, schreibt Fahrgast Gerhard Eckhardt in einem offenen Brief an die Göttinger Busfahrer. Aus gegebenem Anlass weist der Göttinger darauf hin, dass das Absenken „eine große Hilfe beim sicheren Ein- und Aussteigen“ darstelle. Und er lobt die Arbeit der Fahrer, die sich bereits um das Wohl der Fahrgäste bemühen. „Es wäre schön, wenn es alle täten.“

Bei der GöVB ist das Thema Barrierefreiheit ein fester Bestandteil von Schulung, die alle Fahrer regelmäßig durchlaufen, so Gallinat-Mecke. Und es werde angesichts der demografischen Entwicklung immer wichtiger: Dabei gehe es nicht nur um Gehbehinderungen, sondern auch um viele andere Einschränkungen. Dazu gehört auch, dass die GöVB in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Südniedersachsen (VSN) regelmäßig Rollator-Workshops anbiete. Zudem beteilige man sich an der Präventionsreihe der Polizei „Sicher unterwegs“ und sei Mitglied in der Arbeitsgruppe Mobilität des Projekts „Inklusion Bewegen“.

Das Absenken bedeutet für die Fahrer Zeitverlust

Was könnte ein Grund dafür sein, wenn ein Bus möglicherweise mal nicht abgesenkt wird? Dafür fällt Gallinat-Mecke nur eine Erklärung ein: Das Absenken des Busses dauert einige Sekunden, in denen die Türen aus Sicherheitsgründen noch nicht geöffnet werden dürfen. Der Fahrer verliert also Zeit. Natürlich sei der Fahrplan so ausgelegt, dass ein Verlust von einigen Sekunden wieder aufgeholt werden könne, erklärt Gallinat-Mecke. Ein Absenken an jeder Haltestelle sei allerdings nicht vorgesehen.

Das wäre auch nicht nötig, im Bedarfsfall würde schon völlig ausreichen, findet auch Eckhardt. Er schließt sein freundliches Schreiben mit den Worten: „Der Dank vieler ist Ihnen gewiss.“

Von Markus Scharf

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