Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Mit Tablet durch den Kindergarten
Die Region Göttingen Mit Tablet durch den Kindergarten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:42 20.03.2019
Der Paritätische Kindergarten in Grone hat seinen Kindergartenkindern und Eltern einen neuen Image-Film vorgestellt. Besonders daran ist, dass vier der Kindergartenkinder den Film selbst gedreht haben. Quelle: Christina Hinzmann
Anzeige
Grone

Der Paritätische Kindergarten in Grone hat seinen Kindergartenkindern und Eltern einen neuen Image-Film vorgestellt. Besonders daran ist, dass vier der Kindergartenkinder den Film selbst gedreht haben.

Mehr als 40 Kinder sitzen in der „Turnhalle“, dem großen Übungsraum des Paritätischen Kindergartens in Grone, dicht zusammengedrängt auf weichen Matten oder auf dem Schoß ihrer Eltern. Gespannt blicken sie auf die Wand, an die ein Beamer ihren Film wirft, und kreischen laut auf, sobald einer ihrer Freunde aus dem Kindergarten auf der Leinwand erscheint.

Projekt „Vielfalt leben und erleben“

„Ich zeig‘ dir mal – Das Schuki-Reporterteam Tablet unterwegs“ heißt der Film, den die Vorschulkinder Clara, Mina, Leo und Valerie gedreht haben. Ausgerüstet mit Tablets waren sie von Mai 2018 bis zum vergangenen Februar in ihrem Kindergarten unterwegs und haben ihre Freunde beim Spielen und Basteln gefilmt und ihre Erzieherinnen interviewt.

Die Idee zu dem Projekt kam in einer Gruppenbesprechung, nachdem Julia Krankenhagen vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe) den Kindergarten anrief und auf die Initiative „Vielfalt leben und erleben!“ hinwies. Schnell war klar, dass der Kindergarten einen Image-Film drehen möchte – zusammen mit den Kindern. Dank der Unterstützung des Instituts konnte dies dann auch umgesetzt werden. „Das ist in dieser Größe nur dadurch möglich“, sagt Barbara Hruschka, Leiterin des Kindergartens.

„MalMirMal“ und „SpielMirMal“

Der Paritätische Kindergarten in Grone hat viele verschiedene Werkstätten, in denen die Kinder sich selbst ausprobieren und lernen können. Dazu gehört unter anderem das Atelier „MalMirMal“, in dem die Kinder malen und zeichnen können, die Theatergruppe „SpielMirMal“ und auch die Tablet-Werkstatt, in der die Kinder erste Erfahrungen mit Tablets und Fotoapparaten sammeln können. Jedes Kind kann jeden Tag eine andere Werkstatt besuchen, ist also nicht fest an einen Bereich gebunden und kann tun, was ihm Spaß macht.

Die Vorschulkinder des Kindergartens haben jeden Dienstagnachmittag eine AG. In dieser AG drehten Clara, Mina, Leo und Valerie ihren Film. Sie besuchten ihre Freunde beispielsweise in der Musikwerkstatt beim Schlagzeugspielen und Tanzen. Im Film stellen sie so jede Werkstatt des Kindergartens vor.

Einblicke für die Eltern

Für Hruschka und Krankenhagen vom Institut war dabei wichtig, den Kindergarten durch das Projekt in den Sozialraum einzubetten. Beispielsweise konnten die Kinder mit ihren Eltern durch die Kooperation mit dem Kunstverein Göttingen eine Ausstellung besuchen. „Dieser Vernetzungsaspekt wird für Kitas immer wichtiger“, sagt Krankenhagen.

Hruschka betont die Transparenz, die der Film bieten soll. Sie sagt, der Film sei so aufbereitet, „dass neue Eltern auch einen Einblick in unsere Arbeit bekommen.“ Der Film stelle eine Verbindung zwischen Eltern und den Aktivitäten ihrer Kinder im Kindergarten her. „Es gibt ja auch Eltern, die noch nie mit Kunst in Kontakt gekommen sind“, meint Hruschka. Durch das Projekt „Vielfalt leben und erleben!“ haben die Eltern Institutionen, wie beispielsweise den Kunstverein, kennengelernt, die den Entwicklungsprozess ihrer Kinder zusätzlich unterstützen können.

Beteiligte Initiativen

Das Projekt des Kindergartens zum Thema „Vielfalt leben und erleben!“ gehört zur Qualifizierungsinitiative „Vielfalt leben und erleben! Chancen und Herausforderungen der Heterogenität“ des Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe). Die Diplom-Kulturpädagogin Julia Krankenhagen vom Nifbe begleitete und unterstützte den Kindergarten während des Projektes.

„Blickwechsel“, ein Verein für Medien- und Kulturpädagogik, unterstützt das Projekt ebenfalls. Tobias Milde vom Verein war beispielsweise für den Schnitt des Films verantwortlich.

Für das Projekt kooperierte der Kindergarten auch mit dem Kunstverein Göttingen. Er lud die Kinder zu einer Ausstellung ein, was das Tablet-Team begleitete und filmte.

Das Junge Theater Göttingen arbeitet mit der Eltern-Kind-Theatergruppe zusammen, die während des Projekts entstand. lmb

Von Lisa Marie Bohlander

Die Diskussion um die Finanzierung für Deutsches Theater (DT) und Göttinger Symphonie Orchester (GSO) und künftige Zuschüsse des Landes geht weiter. Der SPD-Unterbezirk verweist auf das Engagement der SPD und sieht Kulturminister Björn Thümler (CDU) in der Pflicht.

20.03.2019

Die Sanierung der Stadthalle in Göttingen wird zehn Millionen Euro teurer als zunächst geplant. Die Göttinger Stadtverwaltung hält trotzdem an der Erhaltung der Stadthalle fest, mehrere Ratsparteien sind allerdings dagegen.

23.03.2019

Im Landkreis Northeim wird die Leistung der Plastikmüll-Entsorgung neu ausgeschrieben. Besser werden soll möglichst die Qualität der gelben Säcke, fordert der Kreisausschuss.

20.03.2019