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Göttingen Mit fast 50: Harri Sennesch und Thomas Hübel machen Ausbildung zu Altenpflegefachkraft
Die Region Göttingen Mit fast 50: Harri Sennesch und Thomas Hübel machen Ausbildung zu Altenpflegefachkraft
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00:19 30.06.2013
Mit fast 50 noch einmal in die Ausbildung: Harri Sennesch (links) und Thomas Hübel sind im neuen Beruf angekommen.
Mit fast 50 noch einmal in die Ausbildung: Harri Sennesch (links) und Thomas Hübel sind im neuen Beruf angekommen. Quelle: Gudd
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Göttingen

Nach Schule, Ausbildung und lange Berufsjahren ereilte Hübel und Sennesch das gleiche Schicksal: Ihre Betriebe in Adelebsen und Gittelde wurden geschlossen – die Männer waren arbeitslos. Einfach aufgeben wollten die Endvierziger jedoch nicht. Beide hatten bereits über einen Neuanfang nachgedacht, bevor ihnen Beraterinnen der Agentur für Arbeit Göttingen zu einer Ausbildung in der Altenpflege rieten.

Eignungstest

Vor einem solchen Schritt, so die Erfahrungen der Arbeitsvermittler, schrecken viele ältere Arbeitslose zurück. Viele lehnten es ab, an einer zwei- bis dreijährigen beruflichen Qualifizierung teilzunehmen – sei es aus Angst vor dem erneuten Schulbesuch oder davor, in der Zwischenzeit ein gutes Jobangebot zu verpassen. Viele scheuten zudem die Aussicht, für längere Zeit mit dem Arbeitslosengeld und einer Ausbildungsvergütung zurechtkommen zu müssen.

Hübel und Sennesch testeten zunächst ihre Eignung für den angedachten Berufsweg: ersterer in einem Praktikum, der andere in einem Vorbereitungskurs zum Betreuungs- und Pflegehelfer bei der Ländlichen Erwachsenen-Bildung. „Nicht jeder ist für den Pflegeberuf geschaffen, deshalb empfehlen wir dringend ein vorgeschaltetes Praktikum“, sagt Birgit Daneluck, Arbeitsvermittlerin in der Geschäftsstelle Osterode der Göttinger Arbeitsagentur. Es folgte eine dreijährige Ausbildung in der Berufsfachschule des Bildungsträgers Arbeit und Leben.

Neue Arbeitsverträge

Mittlerweile hätten Thomas Hübel (50) und Harri Sennesch (52) ihre Urkunden als examinierte Altenpflegekräfte entgegengenommen – und neue Arbeitsverträge abgeschlossen, teilte die Agentur für Arbeit mit. Und nebenbei bewiesen, dass Arbeitnehmer in fortgeschrittenem Alter „noch lange nicht zum alten Eisen gehören“.