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Göttingen Mitarbeiter der Göttinger Entsorgungsbetriebe im Dauereinsatz
Die Region Göttingen Mitarbeiter der Göttinger Entsorgungsbetriebe im Dauereinsatz
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20:25 23.10.2013
Für die GEB mit dem Laubbläser unterwegs: Melanie Meyer. Quelle: Heller
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Göttingen

„Besonders nasses Laub ist rutschig und kann zu Unfällen im Straßenverkehr führen“, sagt GEB-Sprecherin Maja Heindorf. Mit Kehrmaschine, Besen oder Laubbläser werde die herbstliche Pracht deshalb beseitigt.

Keine einfache Aufgabe: Feuchtes Blattwerk haftet am Boden, was die Arbeit der GEB-Teams nicht einfacher macht. Und auch das Gewicht der herbstlichen Bodendecker nimmt zu, was den Abtransport erschwere.

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„In der vergangenen Herbstsaison wuppten die Kollegen der Straßenreinigung rund 475 Tonnen Laub“, berichtet Heindorf. Bei solchen Mengen sei es nicht zu verhindern, dass Laub nach einem Kehreinsatz bis zur nächsten planmäßigen Reinigungsaktion liegen bleibe. „Das verursacht schon mal Unmut, ist aber nicht zu vermeiden.“

Heindorf weist darauf hin, dass nicht nur die Stadt in der Verantwortung ist, gefährliche Laubrutschbahnen zu beseitigen. Auch die Bürger seien in der Pflicht, „außerhalb der geschlossenen Ortslage die Gehwege vor dem Grundstück vom Laub zu befreien“. Dabei sei es egal, ob das Blattwerk von eigenen oder von städtischen Bäumen stamme.

Nicht nur Abfall, wertvoller Dünger

Auch „städtisches Laub“ von Park- oder Straßenbäumen, das auf Privatgrundstücken zu Boden fällt, ist vom Gartenbesitzer selbst zusammenzukehren. Entsorgt werden kann es über die Biotonne oder sogenannte Laubsäcke sowie beim städtischen Recyclinghof.

Allerdings, so empfiehlt die GEB-Sprecherin, sei das Laub nicht nur Abfall, sondern auch wertvoller Dünger, der auf dem eigenen Komposthaufen aufbereitet werden kann. Und auch Igel oder andere kleine Gartentiere seien dankbar über Laubhaufen in den Göttinger Gärten, die sich als Winterquartier bestens eigneten.

Zum Schutz der heimischen Tierwelt wendet sich auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in einem Info-Blatt an alle Gartenbesitzer. Im Interesse kleiner Lebewesen sei der Einsatz von Laubsaugern- oder -bläsern nur auf unbelebten Wegen, Bürgersteigen, Parkplätzen und Lagerflächen empfehlenswert.

In Grünbereichen sei der Rechen vorzuziehen. Und Pedanterie im Garten schadet aus Nabu-Sicht der Natur: Unter Sträuchern und Hecken belassene Laubstreu biete vielen Tieren Nahrung und Lebensraum.