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Göttingen Mittäter eines Göttinger Drogenringes gesteht
Die Region Göttingen Mittäter eines Göttinger Drogenringes gesteht
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19:51 24.09.2014
Von Jürgen Gückel
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Göttingen

Acht Anklagepunkte des Drogenhandels sowie teils der Drogeneinfuhr gab er zu. Im Oktober soll gegen ihn weiter verhandelt werden. Der Hauptbelastungszeuge wird dann nicht mehr erforderlich sein.

Dieser Kronzeuge, selbst Haupttäter des Drogenringes und in der Szene bekannt als NDD (Abkürzung seines komplizierten Familiennamens), war zu einer relativ milden Freiheitsstrafe sowie zur Therapie in einer Entziehungsanstalt verurteilt worden.

Möglich war die Milde nur, weil er zuvor eine Lebensbeichte abgelegt hatte. Darin offenbarte er alle seine Geschäfte und gab die Namen jener 20 Mittäter preis, die inzwischen allesamt verurteilt wurden – außer diesem letzten Angeklagten.

Dem 29-Jährigen werden immerhin acht Taten angelastet. Meist saß er zur Tarnung mit im Auto, wenn eine bereits verurteilte Frau aus der Gruppe nach Holland fuhr und für NDD den Stoff holte. Für den jetzigen Angeklagten soll jeweils ein Teil der geschmuggelten Menge bestimmt gewesen sein, den er weiter verkaufte oder verbrauchte.

Drogengeld fällt an die Staatskasse

Besonders schwer wiegt, dass er noch weiter machte, nachdem er mitsamt der Frau am Grenzübergang bei Aachen erwischt worden war.

Statt nun aufzuhören, stellte er selbst sich als Drogenkurier zur Verfügung. Drei Kilogramm, das Kilo jeweils für 4700 Euro, soll er aus Tschechien geholt haben. Als die Polizei ihn nach umfangreichen Telefonüberwachungen schließlich festnahm, stellte sie 7000 Euro bei ihm sicher. Das Drogengeld fällt an die Staatskasse.

Ob es bei dem bisher völlig unbescholtenen jungen Mann allerdings zu einer Bewährungsstrafe kommt – zwölf seiner Mittäter kamen mit Bewährung davon – ist noch offen. Das Gericht stellte in einem ausnahmsweise öffentlich geführten Verständigungsgespräch zwar in Aussicht, dass das im Falle eines Geständnisses nicht ausgeschlossen sei.

Dem Vertreter der Staatsanwaltschaft schweben aber noch etwa vier Jahre Haft vor. Jetzt wird es darauf ankommen, ob der Angeklagte den Staatsanwalt von einer positiven Prognose für sein künftiges Leben überzeugt.

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