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Göttingen Modellbörse: Tankwagen im Miniaturformat
Die Region Göttingen Modellbörse: Tankwagen im Miniaturformat
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06:18 24.03.2012
Von Britta Eichner-Ramm
Thema Tankwagen: ein Gasolin-Lastwagen mit Hinweisschild.
Thema Tankwagen: ein Gasolin-Lastwagen mit Hinweisschild. Quelle: EF
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Weende

Treibstoff habe es zu Beginn des Autozeitalters noch in Apotheken, Drogerien oder beim Kolonialwarenhändler gegeben, und das Tanken glich einem Abenteuer, sagen die Organisatoren Cornelia und Martin Schmidt. Sie veranstalten seit vielen Jahren die Modellschau. Berta Benz habe auf ihrer legendären ersten Überlandfahrt 1888 noch an einer Apotheke in Wiesloch das hochentzündliche Fleckenwasser Ligroin als Treibstoff für den Motor getankt.

1914 gab es in Deutschland 800 Stellen, die Treibstoff verkauften. Erst 1923 eröffnete in Hannover die erste Tank-Kiosk-Stelle mit Handpumpe. Die Tanksäulen aus Metall in jener Zeit nannte man „Eiserne Jungfrau“. Den Nachschub erhielten die Tankstellen lange Zeit mit der Bahn, die den Treibstoff in Kesselwagen heranschaffte. An den Bahnhöfen wurde der Sprit in Fässer umgefüllt und zum Ziel transportiert. Mitte der 20er Jahre sorgten erste Tanklastwagen für ein Mindestmaß an Sicherheit.

Tankwagenmodelle stehen bei der 74. Modellbörse für Eisenbahnen und Modellautos am Sonntag, 25. März, im Mittelpunkt. Die Schau in der Weender Festhalle bietet den Besuchern eine Zeitreise rund ums Thema Tanken.

Zum Thema gebe es eine Vielzahl an Tankwagenmodelle aus allen Epochen und von allen Herstellern – einige davon sind längst vergessen, andere eine Wertanlage: Das weltweit teuerste Tankwagenmodell ist ein grüner Thyssen Sattelschlepper von Wiking. Dieser erzielte 2006 auf einer Auktion 10 100 Euro. Eine Replika dieses Modells ist in Weende zu sehen.

Geöffnet sind Ausstellung wie auch die Börse, bei der ausschließlich private Anbieter ihre Eisenbahn- und Modellautos präsentieren, von 10 bis 16 Uhr in der Festhalle Weende, Ernst-Fahlbusch-Straße 20.

Wiking-Parkhallen-Modell nach Göttinger Vorbild

Unter der Katalog-Nummer 115 findet der ambitionierte Modell-Sammler eine Parkhalle mit orangegelbem Transparentdach. Dieses Zubehörteil hat der Hersteller Wiking in den Jahren von 1962 bis 1968 im Maßstab 1:87 hergestellt und zum Preis von immerhin 1,80 Mark angeboten. Zum Vergleich: ein Lkw Krupp Titan kostete damals 1,50 Mark, zwei Pkw 80 Pfennige.

Als Vorbild für diese ungewöhnliche Halle „mit bis zum Boden reichenden Dach“ diente dabei offenbar eine solche in Göttingen – und zwar zwischen dem Otto-Hahn-Gymnasium und der BBS II. Cornelia und Martin Schmidt, die in Göttingen seit vielen Jahren die Modellbörse veranstalten, haben diese Ähnlichkeit zwischen Original und Modell in Vorbereitung der aktuellen Schau entdeckt.

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