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Göttingen Vom Segler bis zum Düsenjet
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00:18 12.06.2019
Tilman Galla mit einem seiner vielen Flugzeuge. Quelle: Peter Heller
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Elliehausen

„Wir wollen zeigen, was der Verein macht“, sagt Andreas Bleyer. Er ist im beim MSV Condor zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Fein säuberlich sind Modelle neben der Flugwiese aufgereiht. Das Programm reicht vom Styropormodell für Einsteiger bis zum veritablen Hubschrauber, bei dem „jede Schraube einzeln verbaut wird“, sagt Bleyer. Doch baue heute kaum noch jemand selbst.

Modellflugtag beim MFC Condor Göttingen in Elliehausen

RTF-Modelle liegen im Trend, Ready To Fly. Fertig zum Fliegen kommen sie aus der Verpackung, erklärt Tilman Galla. Er zählt mit seinen 13 Jahren zu den jüngsten Vereinsmitgliedern – und zu den aktivsten. Fast jeden Tag sei er auf dem Gelände, sagt Bleyer.

Seit eineinhalb Jahren fliege er, erklärt Tilman. Etwa 15 Modelle besitze er, darunter auch eine sogenannte Funtana. Sechs Kilogramm wiegt das Flugzeugmodell bei einer Spannweite von zwei Metern. Einem Vereinskollegen habe er es vor zweieinhalb Monaten abgekauft. 18 Jahre ist es alt „und ist schon durch viele Hände gegangen“, berichtet Bleyer. Tilman konnte die Funtana bislang wenig in die Luft lassen. Beim Transport sei er mit dem Knie gegen das Höhenruder gestoßen, eine Welle brach. Lange habe es gedauert, bis er für das alte Modell ein Ersatzteil aufgetrieben habe.

Leicht wie eine Libelle

Währenddessen trägt Bleyer seinen hoch technisierten Hubschrauber zum Start. Die Fernsteuerung klickt er an einer Art Gurtzeug, das er sich umgehängt hat. Dann bringt er den Rotor auf Drehzahl, der Hubschrauber surrt ein wenig angriffslustig. Einmal in der Luft fliegt er leicht wie eine Libelle. Loopings lässt Bleyer sein Modell ausführen, elegante Steilkurven und andere Kunstflugfiguren.

Am Boden bleiben in der Mittagszeit zwischen eins und drei die Düsenjets. Zu laut, sagt Bleyer. Dabei liegen die nächsten Häuser weit entfernt. Zwischen 5000 und 10000 Euro müssen Modellflieger für so eine Hochleistungsmaschine auf den Tisch legen.

Havaristen reparieren

Von einem solchen Jet träumt auch Tilman. Und von einem Flugzeug mit drei Meter Spannweite. „Mich reizt auf das Helifliegen“, sagt er. Einige Modelle sind ihm auch schon abgestürzt, das passiere ihm aber nur alle drei bis vier Monate. Oft können die Havaristen repariert werden. Mit 14 Jahren will er mit dem Segelflug-Schein anfangen. Als Beruf schwebt ihm Militärpilot oder Kunstflieger vor. Die Ausbildung zum Linienpiloten findet er sehr teuer.

Tilman ist eines von etwa 95 Vereinsmitgliedern. Nachwuchs sei willkommen, sagt Bleyer. Dazu könnte auch eine Neuerung beitragen, von der Matthias Hafner, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, erzählt. Der Verein hat eine ehemalige Schreinerei in Elliehausen angemietet – zum Basteln und zum Lagern von Modellen.

Von Peter Krüger-Lenz

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