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Göttingen Modernste Technik für die Sicherheit
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00:19 18.01.2018
Offizielle Inbetriebnahme der neuen Rettungsleitstelle Quelle: Hinzmann
Göttingen

Konzentriert blickt der Disponent auf seine Monitore. Dabei stellt er der Frau, die gerade anruft, gezielte Fragen. „Was ist passiert und wo hat es stattgefunden“, fragt er, ohne dabei eine Mine zu verziehen. Nach einem eintrainierten Muster werden im zweiten Obergeschoss der neuen Kommunale Regionalleitstelle (KRL) in Göttingen im sogenannten Leitstellenbetriebsraum die Anrufe abgearbeitet. Dabei ist es wichtig, mit kühlem Kopf und schnell viele Informationen zu sammeln, damit anschließend der Einsatz gut geplant werden kann. Von den Informationen, die der Disponenten sammelt, hängt ab, ob ausreichend Einsatzmittel vor Ort zur Verfügung stehen oder nicht. Eine Verantwortungsvolle Aufgabe.

Unter der Leitung der Hochbauverwaltung der Stadt Göttingen ist seit August 2016 an Breslauer Straße 2 ein viergeschossiger Anbau an das Verwaltungsgebäude entstanden. Im Kellergeschoss befinden sich Technik- und Büroräume, im Erd- und ersten Obergeschoss Büroräume. Im obersten Geschoß präsentiert sich die neue KRL mit modernster Technik. Die Baukosten beliefen sich auf rund 4,21 Millionen Euro, die Betriebstechnik der Leitstelle kostete knapp drei Millionen Euro.

„Man käme in Versuchung zu sagen, was lange währt, wird gut“, sagte Landrat Bernhard Reuter in seinem Grußwort zur offiziellen Inbetriebnahme. Bereits seit 2005 habe es zusammen mit dem Land Niedersachsen Planungen für eine sogenannte Kooperative Regionalleitstelle Südniedersachsen gegeben, die ursprünglich auch für die Polizeidirektion und den Landkreis Northeim tätig sein sollte. Im Juni 2014 mussten diese Planungen allerdings aufgegeben werden. Zum selben Zeitpunkt begannen die Planungen für die Kommunale Regionalleitstelle Göttingen. Nach den vielen Jahren der Planung zeige sich aber, dass es sich gelohnt habe, auf eine zentrale Lösung mit moderner Technik zu setzen. Denn so werde der Bevölkerung in Stadt und Landkreis größtmögliche Sicherheit geboten, betont Reuter zufrieden.

Offizielle Inbetriebnahme der neuen Rettungsleitstelle Quelle: Hinzmann

„Die regionale Leitstelle funktioniert bereits gut, das haben die vergangenen Wochen seit der Inbetriebnahme gezeigt“, betonte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Er dankte allen beteiligten Personen für die rechtzeitige Fertigstellung des Neubaus. Es sei nicht selbstverständlich, dass die Abläufe in einer neuen Organisationsform von beginn an reibungslos ablaufen. Köhler kündigte an, den alten Leitstellenraum in der Feuerwehrwache als technisch voll ausgestattete Stabstelle für Katastrophenübungen einzurichten.

Martin Schäfer, Rolf-Georg Köhler, Hans-Peter Suermann und Bernhard Reuter durchschneiden das rote Band (v.l.). Quelle: Hinzmann

„Die neue Leitstelle ist ein entscheidender Teil des Sicherheitssystems in der Region“, betonte Köhler. Vergessen dürfe man aber nicht den Einsatz der vielen Frauen und Männer vor Ort, die haupt- und ehrenamtlichen im Brandschutz oder im Rettungsdienst oder beim technischen Hilfswerk arbeiten.

Martin Schäfer erläutert die neue Leitstelle. Quelle: Hinzmann

In der neuen Leitstelle, die seit Dezember 2017 auch Aufgaben der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Osterode übernommen hat, laufen die Fäden für den Brandschutz der Göttinger Berufsfeuerwehr, 170 Freiwilligen Feuerwehren und sechs Werkfeuerwehren sowie zwei Feuerwehrtechnische Zentralen zusammen. Zudem werden von Göttingen aus fünf Ortsverbände des Technischen Hilfswerks, im Rettungsdienst 17 Rettungswachen, 24 Rettungswagen, sechs Notarzteinsatzfahrzeuge, eine Hubschrauberstation sowie ein Notfallrettungshubschrauber sowie 17 Hilfsverbände im Katastrophenschutz an 25 Standorten betreut. Auf einer Nettogrundfläche von etwa 1500 Quadratmetern arbeiten mit Unterstützung von jeweils fünf sogenannten Springerkräften in drei Schichten rund um die Uhr immer sechs Feuerwehrleute.

Von Bernard Marks

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