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Göttingen Tod in der Karspüle: Prozess beginnt
Die Region Göttingen Tod in der Karspüle: Prozess beginnt
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00:29 11.05.2019
Tatort obere Karspüle: Die Polizei sichert am 1. Dezember Spuren. Quelle: bib
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Göttingen

Prozessauftakt nach dem Tötungsdelikt in der Oberen Karspüle: Am Montag, 20 Mai, muss sich der mittlerweile 20-jährige Angeklagte wegen Totschlags vor dem Göttinger Landgericht verantworten. „Der Prozess ist bis Juli terminiert”, sagt Andreas Buick, Sprecher der Göttinger Staatsanwaltschaft.

Messer wurde nie gefunden

Dem 20-jährigen Göttingen wird vorgeworfen, in der Nacht zum 1. Dezember 2018 einen 28-jährigen Göttinger an der Straße „Obere Karspüle“ getötet zu haben. Der damals noch 19-jährige mutmaßliche Täter soll sein Opfer mit einem Messer erstochen haben. Zunächst waren der jüngere Göttinger und sein späteres Opfer verbal in Streit geraten, im weiteren Verlauf soll der Täter den 28-Jährigen geschlagen haben. Dann sei der 28-Jährige zunächst allein in Richtung Botanischer Garten gelaufen, dann aber wieder zu dem 19-Jährigen und drei weiteren Personen zurückgekehrt. Der Angeklagte soll dann ein Klappmesser gezogen und mehrmals auf sein Opfer eingestochen haben. Einer seiner Begleiter habe nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch versucht, ihn davon abzuhalten. Er soll sich aber losgerissen und „in der Absicht, den Geschädigten zu töten“, zugestochen haben. Die Waffe wurde bis heute nicht gefunden.

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Mord an der Karspüle? Am frühen Sonnabendmorgen ist ein 28-jähriger Göttinger getötet worden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.

Opfer stirbt im Krankenhaus

Passanten fanden den Mann am Boden liegend in der Oberen Karspüle und alarmierten sofort den Rettungsdienst, zunächst war er noch ansprechbar. Infolge des erheblichen Blutverlustes starb das Opfer dann aber im Krankenhaus.

Die Polizei konnte den Angeklagten und die drei ebenfalls 19-jährigen Zeugen schnell ausfindig machen und festnehmen. Die drei Zeugen wurden auf freien Fuß gelassen. Der Angeklagte, der seitdem in Untersuchungshaft sitzt, schwieg bislang zu den Vorwürfen.

Von Britta Bielefeld