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Göttingen Mündener Standort der Wasserschutzpolizei wird geschlossen
Die Region Göttingen Mündener Standort der Wasserschutzpolizei wird geschlossen
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18:39 30.11.2010
Von Matthias Heinzel
Weserbeleuchtung: Auch über dieses Spektakel wacht die Wasserschutzpolizei.
Weserbeleuchtung: Auch über dieses Spektakel wacht die Wasserschutzpolizei. Quelle: dpa
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Zwar wurde der Wasserschutzpolizei-Standort Münden bereits 2007 geschlossen, die beiden Mündener Beamten aber der Wasserschutzpolizei Hameln zugeordnet. Die Beamten hatten ihren Dienstsitz weiterhin im Gebäude der Mündener Polizei.
Damit ist jetzt Schluss. Nicht nur der Außenstandort Münden wird dichtgemacht, auch der Standort Hameln wird geschlossen. Nach der Neustrukturierung wäre für die Oberweser dann die Wasserschutzpolizei in Hannover zuständig.
Die Einschnitte für die Wasserschutzpolizei im Land Niedersachsen sind tief: Insgesamt sollen bei der Umstrukturierung 80 von derzeit 210 Stellen wegfallen – 35 im Binnenland, 45 an der Küste. Entlassen wird keiner, versichert Thomas Simson, der als oberster Wasserschutzpolizist das Sparkonzept der Landesregierung mit ausgearbeitet hat. Die betroffenen Beamten würden künftig an Land eingesetzt und müssten vom Polizeiboot in den Streifenwagen umsteigen. Vor einigen Wochen hatte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) versichert, dass die Aufgaben der Wasserschutzpolizei trotz der Personalkürzungen auch weiterhin „uneingeschränkt und mit gleich hohem Sicherheitsstandard“ vorgenommen würden. Zu diesen Aufgaben zählen die allgemeine Überwachung des Schiffsverkehrs einschließlich Kapitäns-Kontrollen auf Trunkenheit am Steuerrad, die Absicherung von Großereignissen wie Weserbeleuchtung und Wesermarathon und die Aufklärung und Verfolgung von Umweltdelikten.