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Göttingen Mündener Viertklässler absolvieren "Fairness ist cool"-Training
Die Region Göttingen Mündener Viertklässler absolvieren "Fairness ist cool"-Training
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18:31 24.06.2015
Von Britta Eichner-Ramm
Darragh Ulbricht trainiert mit Viertklässlern der Grundschule Hann. Münden.
Darragh Ulbricht trainiert mit Viertklässlern der Grundschule Hann. Münden. Quelle: Heller
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Hann. Münden

Außerdem bringen Trainer der Göttinger Bereitschaftspolizei den Schülern Selbstverteidigungstechniken bei. Zurzeit sind 47 Viertklässler im 14-tägigen Wechsel in der Schulsporthalle mit Eifer dabei. Am Mittwochmorgen trainierten die Polizeibeamten um Darragh Ulbricht mit der Klasse 4a.

Bei „Fairness ist cool“ handelt es sich um einen Kooperationsvertrag des Polizeikommissariats Hann. Münden mit der Grundschule am Wall. Ziel ist es, das Aggressionspotenzial auf Schulhöfen zu reduzieren. Als das Antigewaltprojekt vor sieben Jahren startete, berichtet Trainer Ulbricht, sei das Gewaltpotenzial sehr hoch gewesen. Die wöchentlichen Trainingseinheiten mit den Viertklässlern würden zu Deeskalation und Gewaltvermeidung beitragen, sagt der Polizist. Die Kinder sollen „ein Gefahrenradar entwickeln“, erklärt Ulbricht.

Das „Fairness ist cool“-Training erfüllt offenbar seinen Zweck. Schulleiter Manfred Karges sieht bereits Erfolge. Das Projekt habe sich sehr positiv ausgewirkt. Aggressivität äußere sich inzwischen nicht mehr so häufig körperlich, schildert er seine Erfahrungen. „Die fiesen Dinge, wie draufzutreten, wenn einer schon auf dem Boden liegt, gibt es nicht mehr“, sagt Karges. Lehrerin Claudia Vogeley, die das Präventionsprojekt „Fairness ist cool“ begleitet, bezeichnet es als „Sahnehäubchen“ der Bemühungen der Schule um Deeskalation.

An diesem Mittwoch zeigte Ulbricht der Klasse 4a der Grundschule am Wall klassische Selbstverteidigungstechniken der Polizei. Unter den Viertklässlern war diesmal auch Austauschschüler Louis aus San Diego im US-Bundesstaat. „Das macht Spaß“, kommentierte der Neunjährige. Dem pflichtet die zehnjährige Honey Jane bei. „Es ist toll, dass wir uns verteidigen können, wenn uns jemand angreift.“ Notwendig sei das aber noch nicht gewesen, ergänzt ihre Trainingspartnerin Zamira (11).

Foto: Heller