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Göttingen Nabu-Bilanz: 834 Tiere in Pflege genommen
Die Region Göttingen Nabu-Bilanz: 834 Tiere in Pflege genommen
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19:29 31.01.2011
Von Katharina Klocke
Verwaist: Auch das Kitz war 2010 zu Gast beim Nabu.
Verwaist: Auch das Kitz war 2010 zu Gast beim Nabu. Quelle: Hinzmann
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So beherbergte das rein ehrenamtliche Team um Uwe Zinke und Katrin Hübener unter anderem einen schwerverletzten Fischadler, der bei Uslar in einem Fischernetz gelandet war. Leider konnte der sofort konsultierte Tierarzt dem Greifvogel nicht mehr helfen. Besser erging es einem Mäusebussard, Krähen, Kleibern, Grünfinken, Fledermäusen, Igeln und Uhus, die in der Göttinger Station aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen wurden. Auch drei Rehkitze wurden bis zu ihrer Auswilderung an der Hannoverschen Straße versorgt. Vor allem heimische Wildtiere werden von den Findern oder Feuerwehren gebracht. Einige Haubentaucher etwa versorgten Zinke und seine Helfer in der Badewanne, „wir sehen aber zu, dass wir die Tiere so schnell wie möglich wieder in die Freiheit entlassen“, sagt der Nabu-Vorsitzende Zinke.

Einige Schildkröten mussten die Mitarbeiter der Wildtier-Pflegestation ebenfalls in ihre Obhut nehmen, „die hatte wohl jemand ausgesetzt“, glaubt Zinke. Exoten allerdings – ob ausgesetzt oder von Behörden beschlagnahmt – nimmt er nur vorübergehend in seine Obhut, „die geben wir weiter an das Artenschutzzentrum Leiferde.

Nach wie vor kämpft der Stationsleiter mit einem großen Problem: den Finanzen. Die laufenden Kosten der Station werden zu 90 Prozent vom Land Niedersachsen finanziert, der Rest vom Nabu. Einen Zuschuss zahlt auch die Stadt Göttingen. Für Personalkosten gibt es bislang keine Zuwendungen. Deshalb sucht der Nabu dringend nach Sponsoren, die die Arbeit der Göttinger Wildtier-Pflegestation mit größeren oder kleineren Summen unterstützen. „Wir bräuchten rund 5000 Euro im Jahr.“