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Göttingen Nach Gondel-Drama mit drei Toten am Hohen Meißner: Absturzursache weiter ungeklärt
Die Region Göttingen Nach Gondel-Drama mit drei Toten am Hohen Meißner: Absturzursache weiter ungeklärt
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11:47 03.10.2019
Bei dem tödlichen Unfall mit der Wartungsgondel an einem Sendemast in Nordhessen sind im September drei Arbeiter gestorben. Quelle: Uwe Zucchi/dpa
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Kassel

Vier Wochen nach dem Gondelabsturz mit drei Toten in Nordhessen sind die Untersuchungen des Unfalls immer noch nicht abgeschlossen. „In dem Verfahren wegen des Gondelabsturzes dauert die Auswertung durch den beauftragten Sachverständigen an“, sagte eine Sprecherin der Kasseler Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Details, was noch untersucht werden muss, nannte sie nicht. Damit ist weiter unklar, was genau den Absturz auslöste.

Zuletzt hatten sich die Hinweise auf einen Defekt verdichtet. Das vorläufige Ergebnis der Untersuchung stütze den Verdacht einer technischen Unfallursache, hieß es von den Ermittlern Mitte September. Zuvor hatten ein Sachverständiger mit Polizei und Mitarbeitern des Regierungspräsidiums Kassel den Gondelkorb, das Stahlseil mit Fix- und Aufhängepunkten sowie die Seilwinde überprüft.

Das Unglück hatte sich Anfang September auf dem Berg Hoher Meißner im Werra-Meißner-Kreis ereignet. Dort stehen drei Masten des Hessischen Rundfunks, die bis zu 220 Meter hoch sind. Der Unfall ereignete sich an dem höchsten. Die Männer sollten auf dem Sendemasten eine neue Antenne für den Digital-Hörfunk DAB+ montieren. Auch der Mitteldeutsche Rundfunk wollte die Anlage für die Übermittlung von Radioprogrammen nutzen. Die Versorgung im Grenzgebiet zwischen Hessen und Thüringen sollte so verbessert werden.

Lesen Sie auch: Gondel-Drama mit drei Toten: Die Ursache des Unglück

Doch bei der Fahrt auf den Turm stürzten die Mitarbeiter einer Berliner Firma mit der Wartungsgondel ab. Sie fiel 50 Meter in die Tiefe und schlug auf einer Asphaltfläche auf. Für die Insassen - einen 50-Jährigen aus dem bayerischen Landkreis Freyung-Grafenau, einen 46-Jährigen aus Karlsruhe und einen 27-Jährigen aus Dülmen (Nordrhein-Westfalen) - kam jede Hilfe zu spät.

Der Hessische und der Mitteldeutsche Rundfunk (hr/MDR) zeigten sich nach dem Unfall bestürzt und setzten die Montage aus. „Die Arbeiten sind eingestellt und ruhen bis auf Weiteres“, sagte ein hr-Sprecher. Man habe die Anlage winterfest gemacht und das Arbeitsmaterial eingelagert. Das sei mit Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer geschehen, aber auch mit Blick auf das Wetter. „Jetzt beginnt die Herbstsaison, in der das Wetter schlecht ist. Wir wollen da kein Risiko eingehen.“ Die Verbesserung der Versorgung mit DAB+ für Thüringen verschiebe sich dadruch.

Von dpa

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