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Göttingen Marokkaner erliegt Messerstich
Die Region Göttingen Marokkaner erliegt Messerstich
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15:40 21.07.2016
Von Jürgen Gückel
Aktuell werden zwei Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt.
Aktuell werden zwei Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Am Mittwochnachmittag erließ das Amtsgericht Haftbefehl gegen zwei Männer aus Eritrea. Sie stehen im dringenden Verdacht, den Marokkaner im Streit getötet zu haben. Beide, der 22 Jahre alte mutmaßliche Messerstecher und ein 31 Jahre alter Landsmann, der ihm bei der Tat geholfen haben soll, wurden in Untersuchungshaft genommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Als Haftgründe gibt die Staatsanwaltschaft Göttingen die Schwere der Tat sowie bestehende Fluchtgefahr an. Zu den Vorwürfen sollen die beiden Schwarzafrikaner dem Vernehmen nach vor dem Haftrichter geschwiegen haben. Damit bleibt das Motiv des Streites und des daraus resultierenden Messerangriffes weiter im Dunkeln. Unklar auch, wie genau die Beteiligung des zweiten  Asylbewerbers aus Eritrea an der Tat war.

Zu der Auseinandersetzung zwischen den drei Asylbewerbern aus Afrika, die seit knapp einem Jahr in Göttingen leben und alle drei bereits polizeilich bekannt waren, war es am frühen Dienstagmorgen noch in dem Lokal gekommen. Gegen 3.50 Uhr war die Auseinandersetzung dann laut Polizeibericht auf der Straße vor dem Lokal eskaliert. Dabei soll der jüngere der beiden Männer aus Eritrea dem Marokkaner ein Messer in die Brust gerammt haben. Der Täter flüchtete zunächst, stellte sich gegen 4.10 Uhr aber der Polizei auf der Wache Groner Landstraße und lieferte auch gleich die Tatwaffe ab. Der Mittäter, der sich wieder in die Kneipe geflüchtet hatte, wurde von Gästen des Lokals der Polizei übergeben. Trotz sofortiger Ersthilfe von Passanten und einer Notoperation im Uni-Klinikum erlag der 34-Jährige am Mittwochmorgen kurz nach 4 Uhr seiner Verletzung. Die Ermittlungen des 1. Fachkommissariats der Polizeiinspektion Göttingen dauern an.