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Göttingen Nach Zugunglück in Obernjesa: Abtransport des entgleisten Waggons
Die Region Göttingen Nach Zugunglück in Obernjesa: Abtransport des entgleisten Waggons
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11:41 22.04.2014
Von Andreas Fuhrmann
Aus der Vogelperspektive: Immer noch liegt der schrottreife Waggon neben der Bahnstrecke. Quelle: Meder
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Obernjesa

Die sind zwar bereits kurz nach dem Unfall beseitigt  worden, der völlig zerstörte Güterwaggon aber liegt nach wie vor neben der Strecke.

Und das wird offenbar auch noch einige Zeit so bleiben, wie Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis auf Anfrage mitteilt. Zwar hatte die Bahn schon wenige Wochen nach dem Unfall einen Schrotthändler damit beauftragt, den Wagen vor Ort zu zerlegen und abzutransportieren. Aber, so Meyer-Lovis: „Es wird noch mehrere Wochen dauern, bis es losgeht.“ Warum, sagte er nicht.

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Unterdessen erneuert die Deutsche Bahn am Bahnhof Obernjesa noch bis Mitte Mai drei Weichen und das Gleis 3. Damit wolle man die „Streckenqualität“ auf der Route Göttingen-Eichenberg erhalten, erklärt Meyer-Lovis. Mit dem Unfall im Januar hätten diese Arbeiten nichts zu tun.

Restarbeiten stehen noch an

Dennoch muss die Bahn auch wegen des Zugunglücks noch einmal tätig werden. Zwar wurden bereits 1000 Meter Gleis, eine Weiche, drei Stahlmasten, 350 Meter Oberleitung sowie diverse Kabel unter den Schienen erneuert. Jetzt stehen aber noch einige Restarbeiten an.

Grund: Da das bei dem Unfall beschädigte Gleis 2 mit neuem Schotter versehen wurde, „muss hier noch nachgestopft werden“, sagt Meyer-Lovis. Deswegen wird der Bahnübergang an der Dramfelder Straße von Sonntag, 4. Mai, 22 Uhr, bis Montag, 5. Mai, 13 Uhr, für den Straßenverkehr gesperrt. Umleitungen sind ausgeschildert.

Fußgänger und Radfahrer können den Überweg eingeschränkt nutzen. Der Zugverkehr wird durch diese wie auch die anderen Arbeiten nicht beeinträchtigt.

Als Ursache für den Unfall gibt das Eisenbahnbundesamt weiterhin einen Achslagerschaden an. Dadurch sei der Waggon vermutlich instabil geworden und an einer Weiche aus der Schiene gesprungen, sagt Sprecher Moritz Huckebrink. Das Achslager werde weiter untersucht.

Zudem habe das Bundesamt ein Gutachten in Auftrag gegeben. „Davon erhoffen wir uns weitere Aufschlüsse über die Gründe zu erfahren, die zum Lagerschaden geführt haben“, erklärt Huckebrink. Bis ein Ergebnis vorliegt, könne es aber noch einige Monate dauern.

Der Artikel wurde aktualisiert

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