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Göttingen Wird Maria Schmidt Schuldezernentin in Göttingen?
Die Region Göttingen Wird Maria Schmidt Schuldezernentin in Göttingen?
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14:58 05.11.2018
Maria Schmidt Quelle: R
Göttingen

Nach Tageblatt-Informationen soll Maria Schmidt neue Dezernentin für Schule, Jugend und Personal der Stadt Göttingen werden. Die meisten Ratsfraktionen haben bereits Zustimmung signalisiert, sollte der Oberbürgermeister sie vorschlagen.

Die Stelle muss zum kommenden Februar neu besetzt werden. Amtsinhaber Siegfried Lieske geht Ende Januar in den Ruhestand. Eine Verlängerung der Dienstzeit hat er nicht beantragt.

25 Jahre Erfahrung in Göttingen

Schmidt ist in Göttingen keine Unbekannte. Die 52-jährige Erste Beigeordnete der Stadt Höxter und Vertreterin des Bürgermeisters hat nach ihrer Verwaltungsausbildung bis 2014 bereits 25 Jahre in der Stadtverwaltung gearbeitet – die letzten elf Jahre davon als Leiterin des Fachbereiches Schule.

Seit 2014 ist Schmidt Dezernentin der Stadt Höxter und auch Vertreterin des Bürgermeisters. Dort ist sie unter anderem für Schule, Sport, Soziales, Jugend, Wirtschaftsförderung, Kultur, Ordnung, Feuerwehr und Straßenverkehr zuständig.

Siegfried Lieske ist seit Februar 2011 Dezernent in Göttingen. Zunächst war der 64-Jährige für die Bereiche Jugend, Schule und Ordnung zuständig, seit 2015 fallen die Bereiche Personal, Schule und Jugend in sein Ressort. Ende Januar beendet er seine Tätigkeit als Wahlbeamter.

Drei Bewerber in der engeren Wahl

Die Stadt hatte die vakante Stelle bundesweit ausgeschrieben. Nach einem Auswahlverfahren hatten es drei Bewerber in die engere Wahl geschafft – neben Schmidt zwei Männer. Alle drei haben sich in den Ratsfraktionen vorgestellt.

Aus den Fraktionen kommt Zustimmung, sollte der Oberbürgermeister Schmidt vorschlagen. „Mit ihr bekämmen wir jemanden, mit großer Verwaltungserfahrung in gehobener Position, der sich in möglichst vielen der betroffenen Fachbereiche des Ressorts auskennt“, begründete der Vorsitzende Rolf Becker die Position der Grünen. Sie sei in der Lage, gute Ideen und Strategien durchzusetzen und habe „eine gute Hand, dafür Mehrheiten zu bekommen“.

Auch die CDU würde Schmidt unterstützen, bestätigte ihr Vorsitzender Hans-Georg Scherer. Sie habe „eine überzeugende Vorstellung gegeben“. Schon zu ihrer Zeit als Leiterin des Schulamtes habe es mit ihr eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit gegeben. Ähnlich äußerte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Tom Wedrins: „Maria Schmidt ist kommunikativ, hat eine hohe Kompetenz und eine Klarheit bei den Dingen, die anstehen – und sie kennt die Göttinger Schullandschaft.“ Zudem sei sie in der Lage, Kompromisse zu schmieden. Auch die Linken würden Schmidt ihre Stimmen geben. Unter den drei Endkandidaten „war sie eindeutig die Fachnaheste“, sagte ihr Fraktionsvorsitzender Gerd Nier.

Qualifikation und Parteibuch wichtig

Die Dezernenten der Stadt sind sogenannte Wahlbeamte. Sie werden vom Rat der Stadt gewählt. Allerdings hat der Oberbürgermeister das Vorschlagsrecht. Das könnte er zur nächsten Ratssitzung am 16. November wahrnehmen.

Siegfried Lieske Quelle: Peter Heller

 

Drüber hinaus ist es geübte Praxis in Göttingen, dass die Dezernatsposten, parteipolitisch besetzt werden, wenn die Qualifikation gegeben ist. Das Dezernat für Schule und Jugend steht nach dieser Regel den Grünen zu. Sozial- und Kulturdezernentin Petra Broistedt ist SPD-Mitglied, Finanz- und Ordnungsdezernent Christian Schmetz ist ein CDU-Mann. Baudezernent Thomas Dienberg ist parteilos. Nach Verwerfungen zwischen der SPD und CDU vor 15 Jahren ließ sich eine zunächst angestrebte parteipolitische Besetzung der damals feien Stelle durch die CDU nicht durchsetzen.

Von Ulrich Schubert