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Göttingen Neu-Eichenberg muss 1,4 Millionen Euro Planungskosten für Logistikpark tragen
Die Region Göttingen Neu-Eichenberg muss 1,4 Millionen Euro Planungskosten für Logistikpark tragen
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13:21 03.07.2019
80 Hektar bestes Ackerland: Bensheimer Dietz AG plant Logistikpark. Quelle: Thomas Meder
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Neu-Eichenberg

Die Gemeinde Neu-Eichenberg muss die 1,4 Millionen Euro Vermarktungskosten für den geplanten Logistikpark übernehmen, sollte sie das Projekt stoppen. Darauf besteht die Hessische Landgesellschaft (HLG).

„Ernüchtert“ ist Neu-Eichenbergs Bürgermeister Jens Wilhelm (SPD) von einem Gespräch in Wiesbaden zurückgekehrt. Das hat er der Gemeindevertretung berichtet. Er traf sich mit HLG-Geschäftsführer Gerald Kunzelmann. Der HLG gehört die Domänen-Fläche, die sie an einen Investor, die Dietz AG, verkaufen will. Anwesend waren in Wiesbaden zudem die Staatssekretäre des hessischen Umweltministeriums, Beatrix Tappeser, und des Wirtschaftsministeriums, Jens Deutschendorf.

Fazit des Gesprächs: Die HLG sei lediglich zu einer mehrjährigen Stundung des Betrags bereit, teilte Wilhelm mit. Sollte sich die Gemeindevertretung gegen den 2002 ermöglichten Logistikpark entscheiden, würden die Ministerien Neu-Eichenberg bei einer anderen Art der Flächennutzung und dem notwendigen Raumordnungsverfahren unterstützen. Ein entsprechendes Konzept sei von der Gemeinde auszuarbeiten.

Bebauungsplan soll erneut ausgelegt werden

Der Bebauungsplan steht nach der zweiten Offenlegung am Dienstag, 20. August, erneut auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung. Sie muss dann einen Beschluss über den Vorschlag des Gemeindevorstands und der Planer fassen, den Bebauungsplan ein drittes Mal auszulegen. Den Grund dafür will Wilhelm erst im August nennen.

Böden von „außerordentlicher Qualität“

Die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg, die gegen den Logistikpark kämpft, fordert von der Gemeinde erneut ein „nachhaltiges Konzept“. Dekan Prof. Gunter Backes vom Witzenhäuser Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel, regt die Ansiedlung von „Unternehmen aus dem Biosektor“ an. Prof. Stephan Peth, der an der Uni Kassel das Fachgebiet Bodenkunde leitet, betont, dass die Domäne-Böden „von außerordentlicher Qualität mit sehr hohem Ertragspotenzial und hohem Wasserspeichervermögen“ seien. Sie würden „hervorragende Voraussetzungen“ für „ökologisch wirtschaftende Betriebe“ bieten. Deren Förderung sei Ziel der schwarz-grünen Landesregierung.

Von Michael Caspar

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