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Göttingen Volkshochschule in Göttingen hat zu wenig Platz
Die Region Göttingen Volkshochschule in Göttingen hat zu wenig Platz
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20:54 11.08.2019
Weil die Volkshochschule Göttingen/Osterode am Standort Göttingen Raumprobleme hat, soll ein Neubau hinter der VHS-Zentrale entstehen. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Die Volkshochschule Göttingen/Osterode (VHS) hat aktuell Raumprobleme, die übergangsmäßig mit einem Bezug der Käthe-Kollwitz-Schule gelöst werden können. Doch die Verantwortlichen wünschen sich eine dauerhafte Lösung: Sie wollen einen bedarfsgerechten Neubau hinter der VHS-Zentrale an der Bahnhofsallee errichten.

Die Vorplanungen laufen auf Hochtouren, es gibt zwei Lösungen für die VHS-Verantwortlichen abzuwägen. Die erste Möglichkeit ist der Bezug des Gebäudes des Göttinger Tageblatts an der Dransfelder Straße 1. Weil die Verlagsgesellschaft Madsack langfristig diese Immobilie veräußern will, hat sich der Aufsichtsrat der VHS entschlossen, der Möglichkeit eines Neubaus am eigenen Gebäude an der Bahnhofsallee 7 den Vorzug zu geben. Ein Kauf des Madsack-Gebäudes komme nicht in Betracht.

Möglichkeit für einen Neubau ist machbar

„Dem Aufsichtsrat liegen derzeit zwei Optionen vor, von denen ein Neubau am Hauptstandort nach allen Erkenntnissen die wirtschaftliche und sinnvolle Lösung ist“, sagt der Sozialdezernent des Landkreises Göttingen, Marcel Riethig (SPD). „Deshalb hat der Aufsichtsrat einvernehmlich die Geschäftsführung mit der weiteren Prüfung dieser Option beauftragt.“ Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG), der das Grundstück gehört, habe signalisiert, dass sie zu einem Neubau bereit und diese Option machbar wäre, so Riethig.

Die aktuelle Situation sei durch die Planungen der Stadt Göttingen verursacht, so der Landkreisdezernent. „Die Stadt geht aber sehr verantwortungsvoll mit diesem Problem um und unterstützt die VHS, wo sie kann“, sagt Riethig. So dürfe die VHS vorübergehend das Gebäude der Käthe-Kollwitz-Schule in Geismar nutzen. „Dafür sind wir sehr dankbar. Ich gehe davon aus, dass die Stadt die VHS auch bei einer dauerhaften Lösung nach allen Kräften unterstützen wird. Die VHS jedenfalls ist gewillt, ihren Beitrag zu leisten.“

Folgekosten wären abschätzbar

„Unser Ziel ist die langfristige Unterbringung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und unserer Angebote für den zweiten Bildungsweg“, sagt VHS-Geschäftsführer Rüdiger Rohrig. „Die Käthe-Kollwitz-Schule ist eine Übergangslösung und wir haben derzeit nur einen einjährigen Mietvertrag. Ein Neubau neben dem vorhandenen VHS-Gebäude entspricht dem, was wir wollen.“ Die Folgekosten seien dort abschätzbar und es könnten auch viele Synergieeffekte genutzt werden, sagt der VHS-Geschäftsführer. Am Standort läge schon eine entsprechende Internetanbindung, eine Alarmanlage sei vorhanden und auch ein Treppenhaus des vorhandenen Gebäudes sei für einen möglichen Anbau nutzbar. „Eine Fertigstellung im Jahr 2021 wäre doch ein guter Termin“, sagt Rohrig, der im Oktober auf 34 Jahre VHS-Tätigkeit zurückblicken kann.

„Das Baugeld ist preiswert wie nie“

Vehemente Unterstützung für einen Neubau für die Volkshochschule kommt auch von Förderkreis der VHS. Klaus Wettig, über lange Jahre im Aufsichtsrat der VHS aktiv und jetzt stellvertretender Vorsitzender des Förderkreises der VHS, wünscht sich unbedingt eine „zukunftsträchtige Lösung“. „Das Baugeld ist preiswert wie nie, wir müssen jetzt investieren“, sagt Wettig. Er erinnert daran, dass beim Neubau des Lokhallenareals mit dem VHS-Neubau kein Geld vorhanden war. „Die damalige Investition hat sich definitiv ausgezahlt, darum sollten wir jetzt schnell bauen, denn es gibt keinen Grund, es nicht zu tun.“ Er sieht eine Schlüsselfunktion der VHS für die Weiterbildung in Wirtschaft und öffentlichen Institutionen für die Region.

Ein Bonbon hat der Förderkreis noch in seinem Köcher. „Der Förderkreis hat Vermögen. Wir diskutieren die Idee, ein Haus im Ostviertel zu verkaufen und den Erlös in den Neubau einzubringen“, sagt Wettig. Er geht von einem Erlös in Höhe von 750000 Euro aus.

In städtischer Immobilie unterbringen

„Das Ziel der Stadt ist es, die VHS in städtischen Immobilien unterzubringen“, sagt Stadtsprecher Dominik Kimyon. Aktuell sei die VHS bis zum Sommer 2020 in der Käthe-Kollwitz-Schule untergebracht. Wenn das Schulstättenentwicklungskonzept beschlossen worden sei, lasse sich mehr über eine mögliche weitere Nutzung sagen. „Wir schließen auch einen Neubau – sofern wirtschaftlich darstellbar - nicht aus“, sagt Kimyon. Er merkt an, dass im Umfeld der Lokhalle mit Bodenbelastungen gerechnet werden müsse.

Ein Architektenentwurf für das neue Gebäude, das etwa 5,3 Millionen Euro kosten soll, liegt schon vor. Dort könnten, so sagt die Machbarkeitsstudie, auf 3000 Quadratmetern 23 neue Unterrichtsräume, acht Doppelbüros, vier Besprechungsräume, Treppen, ein Aufzug und natürlich auch eine entsprechende Anzahl von Toiletten entstehen.

Von Frank Beckenbach

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