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Göttingen Ausgefallene Cocktails im Göttinger „Herbarium“
Die Region Göttingen Ausgefallene Cocktails im Göttinger „Herbarium“
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17:08 24.06.2018
Erster Probelauf in der Bar "Herbarium" des Göttinger Hotels Freigeist (v. l.): Geschäftsführer Georg Rosentreter, Soeren Amini (Bar-Manager) und Yannick Bertram (Assistant Bar-Manager). Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Dort, wo künftig im neuen Hotel an der Bar im „HerbariumCocktails, ausgewählte Spirituosen und andere Getränke über die Theke gereicht werden, wurde früher einmal im Namen der Universität geforscht. „Herbarium“ ist deshalb auch mehr als nur der Name der Bar.

Der Bezug zur Wissenschaft, die nebenan im Forum Wissen bald für Besucher erlebbar wird, zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzept. 16 weltweit einzigartige und ausgefallene Cocktails sind eigens für die Bar kreiert worden. „Wir haben den Anspruch, hier etwas besonderes zu bieten“, sagt Georg Rosentreter, Chef der Nörten-Hardenberger „Freigeist and Friends“, die das neue Hotel Freigeist am Groner Tor betreibt.

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Koriandersamen, Fenchel, Kamille oder Löwenzahn gehören in ein wissenschaftliches Herbarium, und sie werden in den für die Bar entwickelten Cocktails verwendet. Dazu kommen Brandy, Sherry, Aromatic Bitter oder Mezcal. Das klingt nach New York, London oder Berlin. „Ja, und wir wollen unseren Gästen ganz bewusst etwas bieten, was sie auch in Metropolen finden“, so Rosentreter. Warum solle man extra in eine andere Stadt dafür fahren müssen? Aber nicht nur die 16 „Signature Drinks“ und 40 Gins, auch ein kühles Bier oder ein Glas Wein warten auf die Gäste im „Herbarium“.

Skandinavische Möbel, Holz, Kupfer, bunte Fliesen: Die Bar, die sich über fast die komplette Ostseite des Hotelneubaus zieht, soll vor allem eines werden: „Ein Treffpunkt für alle Göttinger“, sagt Ina ten Doornkaat vom Freigeist. Früher seien die Hotels der Stadt die Orte gewesen, wo man zum Trinken und Essen zusammen kam. Diese Tradition wolle man im Freigeist wiederbeleben, so Rosentreter.

Für das Wohl der „Herbarium“-Gäste und vor allem für die Drinks sind künftig Head-Barchef Soeren Amini und sein Stellvertreter Yannick Bertram verantwortlich. Das Bar-Konzept entwickelte die Firma Drinksology aus Belfast. Die hat bereits das 2016 zur „Besten Bar der Welt“ gekürte „The Dead Rabbit“ in New York konzipiert. Der Barchef des „Dead Rabbit“, Greg Buda, ist gerade für ein paar Tage im Freigeist und zum ersten Mal in Deutschland zu Gast. Dass die Karte mit den von ihm mitentwickelten Cocktails kaum vermuten lässt, wie die Drinks schmecken, das findet er gut. „Das Zusammenspiel soll die Gäste überraschen“, sagt er. Einige der Pflanzen, die sich später in den Gläsern wiederfinden, wachsen an der Wandinstallation hinter der Theke. Andere Zutaten werden im Keller selbst gemacht – beispielsweise die Erbsenlimonade, die in einer der Cocktails gehört. „In jedem der 16 Signature-Drinks ist eine hausgemachte Zutat“, sagt Amini.

Geplant, so Rosentreter, seien in der Bar auch Konzerte, DJ-Auftritte und Partys. Wer es heimeliger mag, kann in der Kaminlounge der Bar entspannen. Noch herrscht vor der komplett verglasten Front reges Baustellen-Treiben. Am 1. Juli werden Bar, Restaurant und Hotel eröffnet.

Von Britta Bielefeld

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