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Göttingen Verkehrsbetriebe modernisieren Flotte und System
Die Region Göttingen Verkehrsbetriebe modernisieren Flotte und System
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17:15 03.07.2018
Die GöVB-Busse werden derzeit umgerüstet.
Die GöVB-Busse werden derzeit umgerüstet. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Die aktuell laufende sukzessive Umrüstung der Busse mit neuen Bordrechnern führt allerdings derzeit zu einer zeitweiligen Verschlechterung der Datenübertragungsmöglichkeiten, teilen die GöVB weiter mit. So werden aktuell an den dynamischen Fahrgastinformationssytemen (DFI) am Bahnhof und in der Innenstadt nur noch die Fahrtzeiten mit tatsächlichen Fahrtzeitprognosen angezeigt, die von einem Bus mit älterem Bordrechnermodell geliefert werden.

Geplant, aber nicht real

Die neuen Bordrechner werden über weitere Funktionen verfügen, die im späteren Projektverlauf benötigt werden, teilt GöVB-Sprecherin Stephanie Gallinat-Mecke weiter mit. Nach dem vollständigen Austausch wird das System neu konfiguriert und umgestellt. Bis dahin werden Busse mit neuen Bordrechnern nur Daten an die DFIs liefern können, die den geplanten Fahrtzeiten entsprechen, nicht aber den tatsächlichen. Die realen Abweichungen werden für die Dauer der nächsten Wochen hingegen nicht angezeigt werden können, erklärt Gallinat-Mecke.

Wenn das System wieder voll einsatzfähig ist, können GöVB-Kunden an jeder Haltestelle erkennen können, ob der Bus, auf den sie warten, pünktlich kommt oder wie lange sie auf ihn warten müssen. Und das nicht nur an den GöVB-Haltestellen, sondern auch auf dem eigenen Smartphone, falls gewünscht. Dazu müssen die GöVB-Kunden ein Zusatzprogramm des Verkehrsbetriebes, eine App, auf ihr Mobiltelefon herunterladen, so das Konzept.

Effizienterer Fahrbetrieb

Gleichzeitig stehen die Daten, die in Echtzeit geliefert werden, auch der Leitstelle der GöVB zur Verfügung. Das gesamte Datenmaterial soll zudem mit anderen Verkehrsträgern für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) vernetzt werden. Von der Installation des Systems versprechen sich die Verkehrsbetriebe nicht nur einen Komfortgewinn und sichere Aussagen über Anschlussmöglichkeiten für die Fahrgäste, sondern auch einen effizienteren Fahrbetrieb im Stadtbussystem. Die aktuelle Umrüstung ist nicht billig: Für das Gesamtprojekt stellt die Landesnahverkehrsgesellschaft etwa 2,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Außerdem liegen die ersten Erfahrungen aus dem Betrieb der ersten Hybridbusse vor. Die Fahrzeuge sind seit etwa zwei Monaten auf den Straßen Göttingens unterwegs. In dieser ersten Phase auf dem Weg der in die Elektromobilität habe es „einige kleine Holpersteine“ gegeben, erklären die GöVB: „Defekte Sicherungen und ein kleiner Unfall mit Blechschaden legten den einen und anderen Hybridbus lahm.“ Die kommenden Wochen würden „intensiv genutzt, um die Busse zu analysieren und erste aussagekräftige Erfahrungsberichte bekanntzugeben“.

Nachbesserung von Volvo

Der neue Bustyp habe bei den Beschäftigten einen guten Eindruck hinterlassen, erklären die GöVB. Fahrgäste hätten die moderne Innenausstattung und den Fahrkomfort während der Elektrophase positiv kommentiert. Laute Innengeräusche beim Türenschließen fielen beim ansonsten leisen Bus besonders auf und seien seitens des Herstellers Volvo bereits nachgebessert worden. Die Hybrid-Busse fahren zwischen Bahnhof und Auditorium auf den Linien 41 und 42 elektrisch, wenn möglich, auch noch in anderen Wohnbezirken auf ihrem Linienweg.

Von Matthias Heinzel

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