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Göttingen Neue Diskussion um zentrale Holzhackheizung
Die Region Göttingen Neue Diskussion um zentrale Holzhackheizung
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18:38 22.11.2010
Von Gerald Kräft
Noch Kapazität für weitere Anschlüsse: Neue Holzhackheizung versorgt Göttinger Werkstätten in Dransfeld.
Noch Kapazität für weitere Anschlüsse: Neue Holzhackheizung versorgt Göttinger Werkstätten in Dransfeld. Quelle: Vetter
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CDU-Fraktionschef Jan-Thomas Geyer frage sich, ob die Bebauungsplanänderung für den Anbau der Werkstätten nicht unter falschen Voraussetzungen vorgenommen worden sei. Das Ganze sei womöglich eine „Farce“.

Verwaltungsvertreter Kurt Steckel wies die Vorwürfe zurück. Eine kleine Anlage unter einem Megawatt sei ganz einfach in einem allgemeinen Wohngebiet zulässig und habe auch nichts mit der Bebauungsplanänderung zu tun. Die Zwischenlagerung von Holzhackschnitzeln auf dem Festplatz sei nur vorübergehend. Geyer hatte nach eigenen Angaben beantragt, die Lagerung sofort zu beenden.

Das Vorhaben einer zentralen Holzheizanlage am Festplatz war im Vorjahr auf Widerstand von Anliegern gestoßen. Der Stadtrat hatte sich daraufhin entschieden, einen Standort am Campingplatzgelände in unmittelbarer Nähe des Freibades auszuweisen. Der Dransfelder Investor Lars Grünewald wollte nicht nur Werkstätten, sondern auch Schulen, Kindertagesstätten, Stadthalle und Campingplatz einschließlich Freibad mit Wärme versorgen. Die Prüfungen von Samtgemeinde, Stadt und Landkreis als Wärmeabnehmer zogen sich auch wegen schwieriger Ausschreibungsfragen hin. Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie sollen jetzt im Dezember vorliegen.

Jetzt steht bereits eine Anlage, nicht in einer Ecke des Festplatzes, sondern im Dransfelder Zentrum. Ein Anschluss weiterer Gebäude, etwa von Grundschule und Kindergarten, ist denkbar.