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Göttingen Neue Form der Beisetzungen auf Friedhof Jühnde möglich
Die Region Göttingen Neue Form der Beisetzungen auf Friedhof Jühnde möglich
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11:09 10.07.2013
Von Jörn Barke
Quelle: Archiv (Symbolbild)
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Jühnde

Ein entsprechendes Gräberfeld sei am Südrand des Friedhofes eingerichtet worden. Das Zentrum der Fläche bilde eine Stele mit dem Jesuswort „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ aus dem Johannes-Evangelium.

An dieser Stele, an der auch Grabschmuck abgelegt werden kann,  werden kleine Plaketten mit den Namen und Lebensdaten der Bestatteten angebracht, um so das Gedenken an die Verstorbenen zu wahren.

Denn eine anonyme Beisetzung, die die Verstorbenen dem Vergessen anheimgebe, widerspreche dem christlichen Menschenbild und verbiete sich von daher für einen kirchlichen Friedhof, wie Pastor Horst Metje erklärt.

„Bei Gott geht ein Mensch auch nach dem Tod nicht verloren. Seiner bleibenden Würde wird mit der an der Stele sichtbar gemachten Erinnerung Rechnung getragen“, führt er aus.

Andererseits komme die Kirchengemeinde mit dieser Bestattungsform dem Anliegen vieler Angehöriger nach, die auf Grund von Alter, Gesundheitszustand oder entfernt liegendem Wohnort keine regelmäßige Grabpflege leisten können, ihren gestorbenen Angehörigen aber eine Bestattung an ihrem Heimatort ermöglichen möchten, wie Kirchenvorsteher Carsten Syring betont.

Der Friedhof Jühnde wurde 2004 von der Samtgemeinde Dransfeld wieder in kirchliche Trägerschaft zurückgenommen. Seitdem kümmert sich eine Gruppe von Ehrenamtlichen um die Pflege des Friedhofes.

Auch das neue Gräberfeld wurde in Eigenleistung hergerichtet. Die Stele fertigte Steinmetzmeister Peter Bormann aus Hann. Münden an.