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Göttingen Neue Glocken für St. Albani
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10:41 22.11.2017
Guss der Glocken für die Albanikirche in der traditionsreichen Firma Petit & Gebrueder Edelbroc". Quelle: epd
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Göttingen

Die beiden kleineren der neuen Albani-Glocken, auf es und g gestimmt, werden zum Dienstag, 28. November, aus der Gießerei geliefert und ab 9 Uhr mit einem Kran in den Turm gehoben. Im Glockenstuhl, der schon seit einiger Zeit fertiggestellt ist, müssen sie dann aufgehängt und mit Stromanschluss für die Läutemaschinen versehen werden. Anschließend wird auch die Turmuhr von Albani wieder die Zeit anzeigen. Die Arbeiten sollen bis zum Wochenende abgeschlossen sein, so dass die beiden Glocken zum 1. Advent am Sonntag, 3. Dezember, geläutet werden können. Die Albanigemeinde will das mit einem Glockenweihe-Gottesdienst ab 10 Uhr feiern.

Die Glocken sind die kleinen, haben aber immerhin einen Durchmesser von 1,40 Meter und 1,14 Meter. Jede von ihnen wiegt rund eine Tonne. Die beiden großen und tiefen Glocken müssen, nach misslungenem Guss, im Frühjahr 2018 neu gegossen werden.

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Ende August waren die alten Glocken aus Gussstahl, die ihre Lebenszeit bereits überschritten hatten, aus dem Turm entfernt worden. Die neuen sollen aus hochwertiger Bronze gefertigt werden. Die Gussfehler waren Ende September bei der Schlussabnahme festgestellt worden. Die Gussfehler stören nicht nur die Oberfläche, sondern beeinträchtigten die Haltbarkeit der Glocken, erklärt die Kirchengemeinde damals. Das Labor für Werkstofftechnik in Kempten habe diese Expertise bestätigt. „An der Klangqualität und Dauerhaftigkeit den Geläutes werden wir keine Abstriche zulassen“, erklärte die Vorsitzende des Kirchenvorstands, Marianne Mühlenberg.

Die Kirchengemeinde hatte seit Mitte 2013 für das Großprojekt mit vier neuen Glocken 300 000 Euro gesammelt. Auch die Katholiken der benachbarten Paulusgemeinde hatten sich beteiligt. Für die Glocken, die von der Gießerei Petit & Gebr. Edelbrock aus Gescher im Münsterland hergestellt wurden, waren 150 000 Euro veranschlagt. Der Einbau und das neue Läutewerk kosten weitere 150 000 Euro. Die größte der vier Bronzeglocken, die mehrere Jahrhunderte überdauern sollen, wiegt 3700 Kilogramm. pek

Von Peter Krüger-Lenz

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