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Göttingen Neue Mieter im Alten Güterbahnhof
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00:24 12.05.2018
Schlüsselübergabe: neue Quartiere für Sycor, Goethe-Institut, AWO und ZVSN. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Zwei viergeschossige Gebäude mit rund 5500 Quadratmeter Nutzfläche auf knapp 1400 Quadratmetern bebauter Fläche sind in den vergangenen neun Monaten im Quartier Alter Güterbahnhof entstanden. Rund zehn Millionen Euro hat die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) für beide Gebäude investiert.

Neue Quartiere für Sycor, Goethe-Institut, AWO und ZVSN

Vier Mieter teilen sich künftig die beiden Häuser. Während der IT-Dienstleister Sycor das südliche, passgenau auf die Firma erstellte Gebäude mit seinen 2950 Quadratmetern Nutzfläche alleine nutzen wird, teilen sich das Goethe-Institut, der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) das Haus im Norden. Dieses bietet 2550 Quadratmeter Nutzfläche.

Schlüsselübergabe der GWG an die neuen Mieter des Neubaus am Güterverkehrszentrum. Quelle: Pförtner

In „Rekordzeit“ und damit im Zeitplan seien die beiden Gebäude in einer „fantastischen Mannschaftsleistung“ entstanden, sagte die GWG-Geschäftsführerin und Bauherrin Ursula Haufe bei der Schlüsselübergabe. „Hier entwickelt sich etwas“, sagte Oberbürgermeister und GWG-Aufsichtsratsvorsitzender Rolf-Georg Köhler (SPD).

Köhler: Preissteigerungen von 20 Prozent im Baugeschäft Normalfall

Nach Haufes Angaben seien die Baukosten „absolut im Kostenrahmen“ der veranschlagten zehn Millionen Euro geblieben. Köhler ging auf die Preisentwicklung im Baugewerbe allgemein ein. Diese tue „weh“. Preissteigerungen von 20 Prozent oder mehr wie zuletzt im Kunstquartier seien keineswegs eine „Kostenexplosion“, sondern inzwischen der „Normalfall“.

„Hier entwickelt sich etwas“: Oberbürgermeister Köhler (rechts) sieht die Entwicklung des neuen Quartiers sehr positiv entgegen. Quelle: Michael Brakemeier

Köhler zeigte sich erleichtert, das Goethe-Institut, einer „elementaren Bildunsgeinrichtung“, in Göttingen mit dem Angebot eines neuen Standortes halten zu können. So sei der bisherige Standort im Fridtjof-Nansen-Haus im Ostviertel für das Goethe-Institut nicht mehr zeitgemäß. Die Stadt will nun die ehemalige Tuchmacher-Villa verkaufen. Hausbesetzer hatten das dort angeschlossene Wohnheim in der vergangenen Woche besetzt, um auf den Leerstand hinzuweisen.

Goethe-Institut nun in zentraler Lage

Institutsverwaltung und Unterrichtsräume ziehen in den nächsten Wochen in die neuen, 1400 Quadratmeter großen Räume ein. Schon jetzt nutzt das Sprach-Institut für die Unterbringung seiner Schüler, Gästezimmer im neu gebauten, nahe gelegenen Bartholomäusbogen. Institutsleiterin Ulrike Hofmann-Steinmetz sieht außer den modernen, neuen Räumen auch die zentrale Lage des neuen Standortes als wichtige Verbesserung gegenüber der Lage im Ostviertel.

Blick aus dem neuen Standort des Goethe-Institutes Richtung Hauptbahnhof. Quelle: Brakemeier

Die AWO plant nach Angaben von Geschäftsführer Michael Bonder die Verwaltung und sämtliche Beratungsangebote bis auf die Familienberatung von den verschiedenen Standorten in dem neuen Haus zu bündeln. Unter anderem biete die neue Geschäftsstelle den barrierefreien Zugang. Auch wenn die Lage weniger zentral als der alte AWO-Standort in der Hospitalstraße ist, Bonder sieht die gute Verkehrsanbindung des neuen Quartiers als sehr positiv.

„Vorzeigequartier“ am Alten Güterbahnhof

Noch ist nicht alles fertig: Die Außenanlagen, Wege- und Pflanzarbeiten sollen noch im Mai fertiggestellt werden, im Oktober stehen Baumpflanzungen an. Haufe versprach eine Eröffnungsparty im September, wenn alle Mieter eingezogen seien.

Zwei Neubauten am Zentrum „Alter Güterbahnhof“. Quelle: Pförtner

2011 hatte die GWG begonnen, das von ihr als „Vorzeigequartier“ betitelte, insgesamt 3000 Quadratmeter große Zentrum Alter Güterbahnhof zu entwickeln. Sie kaufte die leerstehende Bahnhalle in der Güterbahnhofsstraße und das ehemalige Sozialgebäude der Bahn und hat die bestehenden Gebäude seitdem saniert. Im Norden davon sind nun die beiden Neubauten entstanden. Flächen im Besitz der GWG schließen sich zur weiteren Entwicklung an.

Von Michael Brakemeier

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