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Göttingen Neue Tarife: Göttingen legt 470 000 Euro nach, andere kommen besser weg
Die Region Göttingen Neue Tarife: Göttingen legt 470 000 Euro nach, andere kommen besser weg
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19:48 03.04.2014
Vor der Einigung: Demo für bessere Löhne im öffentlichen Dienst. Quelle: JV
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Göttingen/Gleichen/Friedland

Der Abschluss sieht eine Gehaltssteigerung um drei Prozent ab März vor, mindestens aber 90 Euro als Sozialkomponente für Geringverdiener. Weil die personenbezogenen Berechnungen schwierig sind, gibt es nur grobe Angaben. Dennoch begrüßt Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) den Tarifkompromiss.

Die Gehaltssteigerungen seien angemessen und sozial gerecht – und für den Kreishaushalt verkraftbar. Für 2014 war im Etat bereits eine Tariferhöhung von 2,5 Prozent eingeplant. Nun ist ein Mehraufwand von rund 85 000 Euro erforderlich. Die Stadt Göttingen trifft es zahlenmäßig härter.

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Sie hatte laut Kämmerer Hans-Peter Suermann in der Kernverwaltung und in den Eigenbetrieben nur eine Steigerung von etwa zwei Prozent eingeplant. Jetzt müsse sie in diesem Jahres voraussichtlich 470 000 Euro drauflegen und gegenüber ihres Finanzplans im nächsten sogar 800 000 Euro. Aber auch Suermann verweist auf die Konjunktur Lage und hohe Steuereinnahmen, mit denen diese Ausgabe ausgeglichen werden könnten.

Gehaltsanpassung richtig und wichtig

Für Gleichens Bürgermeister Heinz-Jürgen Proch (SPD) ist die Gehaltsanpassung mit Blick auf einen drohenden Fachkräftemangel richtig und wichtig. Die Gemeinde haben damit gerechnet und im Etat 2014 mehr Geld für Personal eingeplant. Allerdings müsse sie trotzdem 60 000 Euro nachlegen. „Das sprengt unseren Haushalt aber nicht“, so Proch.

„Eine Punktlandung“ habe Hann. Münden hingelegt, sagt Peter Jahnke, Bereichsleiter für allgemeine Verwaltung. Die Stadt habe im Haushalt bereits eine Steigerung um 3 Prozent ab 1. März berücksichtigt. Jetzt müsse sie für den 90-Euro-Zuschlag lediglich 20 000 Euro nachschießen, „aber das bringt unsere Planung nicht aus dem Ruder“.

So geht es auch der Gemeinde Friedland: „Wir haben mit drei Prozent und 75 000 Euro zusätzlich gerechnet“, sagt Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD). Der noch fällige Sozialzuschlag lasse sich problemlos kompensieren.

Von Ulrich Schubert
und Gerald Kräft

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