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Göttingen Neue Verkehrsverträge auf mehreren Regionalbuslinien
Die Region Göttingen Neue Verkehrsverträge auf mehreren Regionalbuslinien
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00:22 07.02.2019
Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Das ist das Ergebnis der europaweiten Ausschreibung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN). Danach haben sich in drei Teilnetzen die derzeitigen Busfirmen durchsetzen können: Im Teilnetz 11 (Bereich Osterode - Bad Grund - Clausthal-Zellerfeld) fährt ab dem 1. August in den kommenden zehn Jahren weiterhin die Verkehrsgesellschaft Südniedersachsen, im Teilnetz 61 (Göttingen - Rosdorf - Friedland) die RBB Regionalbus Braunschweig und im Teilnetz 42 (Hardegsen - Uslar - Bodenfelde; für fünf Jahre vergeben) die Firma Sallwey und Regiobus Uhlendorff.

Die letztere Bietergemeinschaft übernimmt das Teilnetz 62 (Göttingen - Dransfeld - Hann. Münden) für zehn Jahre, teilt der ZVSN weiter mit. Bestandteil des Vergabeverfahrens war auch die neue Landesbuslinie 160 Göttingen - Duderstadt, die am 1. April an den Start gehen soll. Diese Verbindung wird in den kommenden fünf Jahren von Scheithauer-Reisen und Weihrauch-Uhlendorff betrieben.

Änderungen noch möglich

Die Fahrpläne, so der ZVSN, „orientieren sich überwiegend am bestehenden, vielerorts bereits deutlich verbesserten Angebot“. Wie in jedem Jahr könne es zum Schuljahresbeginn aufgrund der Anforderungen aus Sicht der Schülerbeförderung, beispielsweise geänderter Schulzeiten oder Schülerzahlen, noch zu kleineren Änderungen kommen. Der ZVSN werde darüber rechtzeitig informieren.

Erstmals hat der ZVSN in diesem Vergabeverfahren einen vollständigen Einsatz von Niederflurbussen vorgegeben. In den Teilnetzen TN 61 und 62 sowie auf der Landesbuslinie war zudem die Beschaffung einer großen Anzahl von Neufahrzeugen vorgegeben, die das Land fördert und die spätestens im Laufe des Jahres 2019 eingesetzt werden sollen. Zusammen mit dem Haltestellenprogramm des ZVSN, mit dem seit mehr als zwölf Jahren Bushaltestellen in den Landkreisen Göttingen und Northeim modernisiert und ausgebaut werden, sei dies „ein weiterer Schritt hin zu einem möglichst barrierefreien ÖPNV in der Region“, erklärt der ZVSN.

„Mittelstandsfreundlich“

Das Ausschreibungsergebnis zeige zudem, „dass derartige europaweite Vergabeverfahren mittelstandsfreundlich ausgestaltet werden können und es nicht zu einer manchmal befürchteten Verdrängung durch Global Players kommen muss“, erklärt der ZVSN weiter. Insgesamt umfasste die Ausschreibung ein Leistungsvolumen von fast 2,9 Millionen Fahrplan-Kilometer im Jahr. Im Ergebnis der Ausschreibung lagen die Gesamtkosten exakt innerhalb des vorab kalkulierten Rahmens von 6,3 bis 6,75 Millionen Euro. Das wertet der ZVSN „als Zeichen für die gute Vorbereitung und Durchführung des Vergabeverfahrens“. Die Einhaltung des Niedersächsischen Tariftreue- und Vergabegesetzes stelle zudem eine angemessene Entlohnung der Beschäftigten sicher.

Von Matthias Heinzel

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