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Göttingen Neue Wohnungen für Groß Ellershausen
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00:24 15.06.2019
Im Westen von Groß Ellershausen (links) soll ein neues Baugebiet entstehen. Quelle: Google
Groß Ellershausen

Einzel- und Doppelhäuser, Reihenhäuser und – je nach Planung – auch Mehrfamilienhäuser sollen am westlichen Dorfrand von Groß Ellershausen entstehen. Erste Planungen für einen neuen Bebauungsplan für das Gebiet „Wiesental Süd“ hat die Stadtverwaltung jetzt veröffentlicht. Am Donnerstag berät der Ortsrat Groß Ellershausen / Hetjershausen / Knutbühren zum ersten Mal über das Vorhaben.

Drei Varianten haben die von der Stadtverwaltung beauftragten Planer für das rund 37000 Quadratmeter große Gebiet erarbeitet, das sich komplett im Besitz der Stadt Göttingen befindet und derzeit landwirtschaftlich genutzt wird. In einer ersten Stellungnahme hat die Verwaltung ihre Vorzugsvariante bereits benannt.

Zwischen 50 und 101 Wohnungen

Diese Vorzugsvariante (Variante 2b) sieht mit 101 Wohneinheiten die meisten Wohnungen vor – im Vergleich zu 50 (Variante 1) beziehungsweise 64 (Variante 2a).

Variante 1 Quelle: Stadt Göttingen

Knapp ein Drittel (31) der Wohnungen sollen bei Variante 2b in Mehrfamilienhäusern gebaut werden. Hierfür soll ein möglicher Quartiersplatz entfallen, der in der Variante vorgesehen ist. Ein Quartiersplatz, so die Einschätzung der Verwaltung, könne sich „positiv auf das gemeinschaftliche Zusammenleben innerhalb des Quartiers auswirken“.

Variante 2a Quelle: Stadt Göttingen

Dennoch spricht sie sich für Variante 2b aus – „sowohl aus städtebaulichen Gesichtspunkten als auch aufgrund der höheren Zahl an Wohneinheiten und der entsprechend flächensparenden Bauweise“. Trotz der im Vergleich zu Variante 2a 21 Wohnungen mehr werden dabei nur drei Prozent der Gesamtfläche mehr überbaut (24.659 Quadratmeter zu 25.729, 66 Prozent gegenüber 69 Prozent).

Variante 2b Quelle: Stadt Göttingen

Bei Planungsvariante 1 mit ihren 50 Wohneinheiten werden ebenfalls 69 Prozent der 3,7 Hektar großen Gesamtfläche bebaut. Hier sieht die Planung eine Erschließung über eine Ringstraße vor. Diese könne „in Bezug auf das gemeinschaftliche Zusammenleben negative Auswirkungen hervorrufen“, urteilt die Verwaltung.

Offene Fragen

Aus Sicht von Ortsbürgermeisterin Heidrun von der Heide (SPD) ist die Ausweisung eines Neubaugebietes für Groß Ellershausen zu begrüßen. Die Nachfrage nach Bauplätzen sei groß. Sie kündigte aber „sehr kritische“ Nachfragen Richtung Verwaltung an. Fragen etwa, wie dicht und wie hoch das Gebiet bebaut werden soll oder wie die Erschließung für den Verkehr geregelt werden soll, müssten noch diskutiert und beantwortet werden, sagte Von der Heide. Geklärt werden müsse auch, welchen Weg die Landwirte künftig mit ihren schweren Maschinen nehmen können. Der derzeit als Wirtschaftsweg genutzte Wiesentalweg ende künftig nach den bisherigen Planungen im Neubaugebiet. Geplant ist ein Ersatz für den Wirtschaftsweg im Süden. Von der Heide ist skeptisch, dass der Ortsrat sich angesichts des Diskussionsbedarfes bereits am Donnerstag positioniert.

Siedlungscharakter bewahren

Das Wohnbaulandkonzept der Stadt sieht vor, den Einfamilienhausbau künftig vorwiegend in den Ortsteilen anzusiedeln. Damit würde den Ortsteilen die Möglichkeiten gegeben, sich baulich „in angemessenem Umfang“ zu entwickeln. Dadurch werde auch der Siedlungscharakters der Ortsteile mit kleinteiliger Bebauung gewahrt. Geschosswohnungsbau ist dagegen eher in der Kernstadt zu finden.

Der Ortsrat tagt am Donnerstag, 13. Juni, im Schützenhaus Hetjershausen, Knutbührener Weg. Beginn ist um 20 Uhr.

Von Michael Brakemeier

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