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Göttingen Neuer Toom-Baumarkt soll in Grone entstehen
Die Region Göttingen Neuer Toom-Baumarkt soll in Grone entstehen
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00:17 06.02.2013
Von Matthias Heinzel
Derzeit noch unbebaut: Vielleicht schon in diesem Jahr soll hier ein weiterer großer Baumarkt entstehen. Quelle: Heller
Göttingen

Nunmehr seit 14 Jahren kämpft der Steuerberater und Projektentwickler Reinhard Wundrak darum, in Grone einen Baumarkt errichten zu dürfen. Zuletzt musste er sogar bis vors Bundesverwaltungsgericht ziehen, um sein Projekt gegen die Göttinger Stadtverwaltung durchzusetzen.

Die nämlich hatte Wundrak immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen. Eine erste Anfrage aus dem Jahr 1999 schmetterte die Stadt ab, indem sie eine Veränderungssperre für das Areal erließ – angeblich zum Schutz des Einzelhandels in der Innenstadt, obwohl es dort überhaupt keinen Baumarkt gibt. Zu Unrecht, wie erst das Oberverwaltungsgericht und zuletzt und endgültig das Bundesverwaltungsgericht entschied.

Doch die Stadt konterte mit einem neuen Schachzug und erließ erneut eine Veränderungssperre. Ein mysteriöser anderer Investor für das Areal hatte sich gemeldet, vor dessen Angebot der Innenstadt-Einzelhandel geschützt werden müsse. Merkwürdig nur: Von dem angeblichen Investor und seinem Vorhaben hatte selbst der Eigentümer des Geländes noch nie etwas gehört.

Die langjährigen Auseinandersetzungen sind nun aber offenbar vom Tisch, nachdem der städtische Bauausschuss im Juli vergangenen Jahres das Gebiet zwar mit einer sogenannten Veränderungssperre belegt, aber in Aussicht gestellt hatte, den Bau- und Gartenmarkt zu genehmigen zu lassen. Jetzt erklärt Projektentwickler Wundrak auf Tageblatt-Anfrage, er sei „in regelmäßigen und guten Gesprächen“. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) habe sich persönlich engagiert, um die Sache zu einem guten Ende zu bringen und nehme auch an den Gesprächen teil.

Daria Ezazi, Pressesprecherin der Toom-Baumärkte, erklärte, „wenn alle Rahmenbedingungen stimmen“ werde Toom in Göttingen einen Bau- und Gartenmarkt betreiben. Es gebe derzeit Gespräche, aber noch keinen konkreten Abschluss. Toom ist eine Tochtergesellschaft der Rewe-Gruppe. Wundrak wiederum betont, dass zurzeit Toom im Rennen sei, es aber auch andere Interessenten gebe, falls das Kölner Unternehmen abspringen sollte.

Er plane einen etwa 18 000 Quadratmeter großen Markt mit 500 Parkplätzen und 14 500 Quadratmetern Verkaufsfläche. Wundrak rechnet mit einer Baugenehmigung noch in diesem Jahr und einem Baubeginn spätestens im kommenden Jahr. Außerdem solle eine Durchfahrtmöglichkeit zwischen Siekweg und Siekhöhenallee geschaffen werden, um das mittlerweile hochbelastete Gewerbegebiet zu entlasten.

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Nach 13 Jahren kann ein Projektentwickler darauf hoffen, eine Baugenehmigung für einen Bau- und Gartenmarkt zwischen Siekweg und Siekhöhenallee zu bekommen. Der städtische Bauausschuss belegte am Donnerstag das Gebiet zwar mit einer sogenannten Veränderungssperre, stellte aber in Aussicht, nach entsprechenden Beschlüssen von Oberverwaltungsgericht und Bundesverwaltungsgericht eine solche Genehmigung zu erteilen.

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