Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Neues Buch von Gerhard Eckhardt über Göttinger GDA-Wohnstift
Die Region Göttingen Neues Buch von Gerhard Eckhardt über Göttinger GDA-Wohnstift
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:40 20.12.2017
Autor Gerhard Eckhardt in seinem GDA-Appartement. Quelle: Alciro Theodoro da Silva
Anzeige
Geismar

Es ist ein ironischer Titel mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor. Für Eckhardt selbst war und ist das große Altenheim mit fast 700 Bewohnern allerdings alles andere als eine Endstation. Der ehemalige Grundschullehrer lebt seit mehr als 27 Jahren in dem Wohnstift für Senioren. „Es ist mein Zuhause geworden, und ich habe hier noch keinen Tag bereut“, betont er im Vorwort zu seiner vor allem humorvollen Reise an das Ende der Göttinger Buslinien 12 und 22 - die mit ihrer Endstation in Geismar den Buchtitel geben.

In dem gut 150 Seiten umfassenden Buch erzählt Eckhardt vom bisher ältesten Bewohner des GDA-Stiftes (abgekürzt aus Genieße Dein Alter) und von „interessanten Mitbewohnern“ wie eine jüdische Pianistin, die nach der Flucht vor den Nazis zurück nach Göttingen gekommen ist und ein „Maat der Kriegsmarine, der mit seinem U-Boot im Pazifik versenkt und gerettet wurde“.

Eckhardt sinniert über seinen Einzug und dem Brauch der früheren „Hausdamen“, neuen Bewohnern mit Brot und Salz willkommen zu heißen, vom umsichtigen „Putzgeschwader“, von Weihnachtsmärkten und einem Blumenmarkt im Wohnstift. Er beschreibt seine Erlebnisse in der „Theaterspielgruppe“ und die anfänglichen Bedenken der Heimbewohner gegen eine Hort-Gruppe mit Grundschulkindern im B-Haus des Stiftes. Und erklärt, wie er als ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer „Opa“ wurde.

Viele Kapitel widmet Eckhardt auch dem Umfeld der großen Wohnanlage am Geismarer Berghang unmittelbar am Göttinger Wald. Im Mittelpunkt stehen dabei lustige Erlebnisse bei Wanderungen und Spaziergängen - mit Hundehaltern und einem Schäfer. Immer wieder fügt Eckhardt informative historische Fakten aus dem GDA-Umfeld und Geismar ein: So erfährt der Leser, was es mit dem Tot eines Forsthelfers um 1580 auf der Trift auf sich hat, warum der Kehr eben so heißt und wo die Otto-Hahn-Bank steht.

Dass sich der Autor im GDA wohl fühlt, ist in vielen Kapiteln zu spüren: Er schwärmt vom kulturellen Angebot, vom kleinen Internet-Café, in dem es Kekse „leider nur in den Pausen der Kurse gibt“ und von „kulinarischen Weltreisen“ beim Mittagstisch in zwei Schichten.

Eckhardt ist kein wissenschaftlicher Historiker und geschliffener Literat, aber er sammelt akribisch wissenswerte Fakten, Hintergründe und Randgeschichten, die er in seinen Büchern leicht und lesenswert zusammenfügt. Sie sind für seine überwiegend ältere Fangemeinde in großer Schrift gedruckt und werden vom Autor selbst herausgegeben.

Endstation Charlottenburger Straße“ von Gerhard Eckhardt ist im Göttinger Buchhandel erhältlich und kostet 12,90 Euro.

Von Ulrich Schubert

Göttingen 70 Anbieter und ein Zusatzprogramm - Weihnachtsmarkt in Göttingen

Er lockt mit weihnachtlicher Musik, Kunsthandwerk und Glühweinduft: Der Göttinger Weihnachtsmarkt ...

20.12.2017

An nur wenigen Tagen im Jahr sind so viele Menschen unterwegs wie an Heiligabend, Silvester und über die Feiertage. Viele nutzen dafür Busse und Bahnen. Die fahren an diesen Tagen fast alle nach abweichenden Plänen - auch, weil Heiligabend und Silvester auf einen Sonntag fallen.

23.12.2017

Der Göttinger Kreistag hat sich für eine Spar-Variante des neuen Verwaltungsgebäudes des Landkreises an der Carl-Zeiss-Straße ausgesprochen. Damit wird das ursprünglich mit 16,95 Millionen Euro kalkulierte Gebäude um 2,65 Millionen Euro teurer.

23.12.2017